Archivierter Artikel vom 04.11.2010, 11:43 Uhr
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Polch

Hartung las in Polcher Synagoge

„Wer anfängt zu graben, macht sich leicht die Finger schmutzig und verbrennt sie sich sogar.“ Diese Erfahrung hat Christian Hartung, evangelischer Gemeindepfarrer und Schriftsteller aus Kirchberg/Hunsrück, gemacht, als er für seinen Roman „Wohl denen, die da wandeln“ recherchierte. Aus diesem Krimi rund um eine kleine Synagoge, die als Gedenkstätte hergerichtet werden soll, las er jetzt vor einem kleinen Kreis Interessierter in der Synagoge Polch.Spürnase ist Pfarrer Michael Held aus dem fiktiven Hunsrückort Flemhausen, der der Polizei bei der Aufklärung des Mordes an dem Optiker Alexander zur Heiden hilft. Der hatte sich im Gemeinderat als einziger gegen das Vergessen und für den Wiederaufbau der Synagoge ausgesprochen. Wenige Tage später wurde er bei einem Spaziergang erschossen. Verdächtig sind drei Jäger, die sich gegenseitig ein Alibi geben. Held forscht in der Vergangenheit und sticht dabei in ein Wespennest. Er entdeckt auch, dass sein damaliger Amtskollege tatenlos zugesehen hatte, wie gegen die Juden im Dorf vorgegangen wurde.

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