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Guckheim siegt in Berod – aber die Schäfer-Zwillinge teilen sich Gelb-Rot

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Vor 260 Zuschauern gewann die SG Guckheim/Kölbingen mit 4:2 (2:1) beim SC Berod-Wahlrod (vorn am Ball Alexander Schneider, dahinter Spielertrainer Thomas Schäfer). Dabei erwiesen sich die Gäste als die vor dem gegnerischen Gehäuse kaltschnäuzigere Elf.
Vor 260 Zuschauern gewann die SG Guckheim/Kölbingen mit 4:2 (2:1) beim SC Berod-Wahlrod (vorn am Ball Alexander Schneider, dahinter Spielertrainer Thomas Schäfer). Dabei erwiesen sich die Gäste als die vor dem gegnerischen Gehäuse kaltschnäuzigere Elf.
Foto: per

Nach einer Phase des harmonischen Abtastens und vieler Fehlpässe auf holprigem Untergrund dauerte es eine knappe halbe Stunde, ehe die Zuschauer die erste gefährliche Torchance zu sehen bekamen. Lukas Kuch flankte auf Mario Wasna, der Constantin Redel im Beroder Kasten zu einer Fußabwehr auf der Linie zwang (27.). Die Gäste trotzten der optisch überlegenen Elf von Spielertrainer Thomas Schäfer und gingen nach einer sehenswerten Bruder-Kombination durch Lukas Kuch in Führung. Martin Müllers Versuch, einen Freistoß zu schinden, durchblickte Tobias Kuch am schnellsten, er schlug einen weiten Ball auf seinen Bruder, der Redel überlupfte (31.).

Nur sieben Minuten später erwies sich der Gästesturm erneut als eiskalt. Nach einem Freistoß setzte Guckheims Spielertrainer Stefan Schäfer Wasna gekonnt in Szene, der Lukas Kuch bediente. Dieser hatte aus kurzer Distanz keine Probleme, auf 0:2 (38.) zu erhöhen. Sekunden vor der Pause verkürzte Thomas Schäfer, der Top-Torschütze der Liga, auf 1:2 (45.+1) – wobei seine Position stark nach Abseits roch. Bei der ersten nennenswerten Aktion im zweiten Durchgang stand der 18 Minuten jüngere Schäfer-Zwilling erneut im Mittelpunkt. Nachdem er vor der Pause bereits mit Gelb verwarnt worden war, schickte Schiedsrichter Markus Wozlawik Berods Spielertrainer mit Gelb-Rot vom Feld. Nach Abpfiff meinte Thomas Schäfer: "Ein Schiedsrichter soll ein Spiel leiten und nicht entscheiden. Beide Karten waren absolut unberechtigt. Es tut mir leid für meine Mannschaft, die in den ersten 30 Minuten gut gespielt hat und für eine kurze Phase der Schläfrigkeit eiskalt bestraft wurde."

Die Guckheimer wussten mit ihrer personellen Überzahl auf dem Feld nichts anzufangen. So dauerte es bis zur 75. Minuten, ehe Abwehrspieler Nils Fröhlich nach einer Ecke zum 1:3 vollenden konnte. Die These, dass ein Stürmer im eigenen Strafraum nur wenig bis gar nichts zu suchen hat, bewahrheite sich dann in Minute 80, als der kurz zuvor eingewechselte Tim Niedermowe Berods Allroundtalent Dennis Hähr von den Beinen holte. Hähr war von seinem Trainer nach dem 0:2-Rückstand vom Innenverteidiger zur Sturmspitze umgeschult worden und verwandelte den Strafstoß selbst (81.). Niedermowe revanchierte sich anschließend für seinen Fauxpas und vollendete nach schönem Solo aus der eigenen Hälfte zum 2:4 (90.+2).

Zuvor hatte Schiedsrichter Wozlawik noch für personelles Gleichgewicht gesorgt: Nach einem Foulspiel schickte er Stefan Schäfer ebenfalls per Ampelkarte zum Dusche. Trotz des Sieges seiner Elf war auch der Guckheimer Schäfer angesäuert: "Eine maßgebliche Spielbeeinflussung eines Schiedsrichters kann nie ein gutes Zeugnis sein. Dennoch denke ich, dass wir als verdienter Sieger vom Platz gehen. Und ich freue mich auf ein weiteres Jahr in Guckheim."

Von unserer Mitarbeiterin Leonie Rein

SC Berod-Wahlrod: Redel – Weller (84. Kuhfeld), Frohn, Hähr, Henzel – Brandenburger (75. Oberender), Land – Müller, Schäfer, Schneider – Nagel (46. Velten).

SG Guckheim: Hentschel- Fröhlich, Lenzen, Bode, T. Kuch, – Schüler (60. Sehner), Zacher (65. Gombert), Schneider, Schäfer – Wasna (75. Niedermowe), L. Kuch.

Schiedsrichter: Markus Wozlawek (Bad Breisig) – Zuschauer: 260.

Tore: 0:1 L. Kuch (31.), 0:2 L. Kuch (38.), 1:2 T. Schäfer (45.+1), 1:3 Fröhlich (76.), 2:3 Hähr (81., Foulelfmeter), 2:4 Niedermowe (90.+2).

Vorkommnisse: Gelb-Rote Karten gegen Berods Thomas Schäfer (54., Foulspiel und Meckern) und Guckheims Stefan Schäfer (83. Reklamieren und Foulspiel).

Beste Spieler: Hähr – L. Kuch, Wasna.

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