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    MainzGewaltkarriere des Hells Angel begann schon in der Kindheit

    Schon als Kind hatte der 42-jährige Hells Angel in aggressiven Tätergruppen mitgemischt. Darum wurde er in der Kinderpsychiatrie behandelt. Jetzt muss geklärt werden, ob er in dauerhafte Sicherheitsverwahrung gehört.

    Kurze Zwischenstation in dem vom Bundesgerichtshof an das Landgericht zurückverwiesenen Prozess gegen einen 42-jährigen Mainzer Hells Angel: Die fünfte Strafkammer, die aufgrund des BGH-Urteils erneut über die von der Staatsanwaltschaft angestrebte, dauerhafte Sicherheitsverwahrung des Mannes nach dem Ende seiner Haftzeit entscheiden muss, befasste sich gestern mit dessen einschlägigen Gerichtsakten. Dabei wurde klar: Ein Hang zu gewalttätigen Eskapaden, die ihm 2009 nach einer Bedrohung eines Mainzer Gastwirts als Wiederholungstäter seine aktuelle Haftstrafe einbrachten, ist bei dem 42-Jährigen seit der Kindheit dokumentiert – und zwar ausführlich.

    Sein erstes Urteil vom Amtsgericht kassierte er 1983 wegen einer vorsätzlichen Körperverletzung, die er im November 1982 mit gerade 14 Jahren begangen hatte. Aber schon in der zweiten Klasse war der Angeklagte wegen gewalttätigen Attacken gegen Mitschüler aufgefallen, wie die Richter damals notierten. In der vierten Klasse wurde er in die Sonderschule versetzt, „nicht wegen eines Lerndefizits“, betonte der Richter.
    Erklärt wurden sich die Aggressionen des Jungen, der bei den Großeltern aufwuchs, mit dem Fehlen des elterlichen Einflusses. Schon 1980 waren die Probleme mit dem damals Elfjährigen so groß, dass er in der kinderpsychiatrischen, ambulanten Einrichtung Rheinhöhe behandelt wurde.

    In die kriminelle Ecke begab er sich ab dem Jahr 1984, als er an einer Serie von Mofadiebstählen beteiligt war. Auffällig seither war, dass der heute 42-Jährige stets in Tätergruppen mitmischte, die offenbar hartnäckig gemeinsam an ihrem Strafregister arbeiteten. Einer seiner Kumpels aus Kindheit und Jugend ist auch im Zusammenhang mit den aktuelleren Straftaten noch bekannt. Der Prozess wird fortgesetzt.

    Guido Steinacker

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