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Finthen

Fontana will Platz am besten selbst pflegen

Die Bezirkssportanlage Finthen müsse innen und außen besser gepflegt werden. Das fordert ein umfangreicher SPD-Antrag im Ortsbeirat, den das Gremium einstimmig absegnete. Die Mängelliste ist lang.

Weil dieser Abfluss im Rondell auf der Bezirkssportanlage verstopft sei, sammelt sich hier knietief das Wasser: Einer der vielen Mängelpunkte der Finther SPD. Laut städtischem Platzwart ist das aber gar kein an die Kanalisation angeschlossener Abfluss, sondern bloß ein Sickerloch. 
Foto: Bernd Eßling
Weil dieser Abfluss im Rondell auf der Bezirkssportanlage verstopft sei, sammelt sich hier knietief das Wasser: Einer der vielen Mängelpunkte der Finther SPD. Laut städtischem Platzwart ist das aber gar kein an die Kanalisation angeschlossener Abfluss, sondern bloß ein Sickerloch.
Foto: Bernd Eßling

Finthen – Die Bezirkssportanlage Finthen müsse innen und außen besser gepflegt werden. Das fordert ein umfangreicher SPD-Antrag im Ortsbeirat, den das Gremium einstimmig absegnete. Die Mängelliste ist lang.

Das Flutlicht sei schlecht, es fehlten Lautsprecheranschlüsse, die von der Stadt eingesetzte Reinigungsfirma arbeite ungenügend, in den Duschen gebe es Schimmelflecken, die Umkleidekabinen seien schmutzig, die Außenanlage sowie die Parkplätze seien ungepflegt mit tiefen Schlaglöchern und Pfützen, heißt es in dem Antrag. Tornetze würden immer wieder mutwillig zerschnitten.

"Wenn die Stadt das nicht mehr auf die Reihe kriegt, strebt der Verein an, die Pflege selbst in die Hand zu nehmen", sagt Manfred Mahle, für die SPD im Ortsbeirat und Vorstandsmitglied des VfL Fontana Finthen. Der Verein ist mit seinen zwei Aktiven- und 14 Jugendteams Hauptnutzer der Anlage an der Waldthausenstraße. Das seien allein 350 Kinder und Jugendliche. Mahle verweist zum Thema Wechsel der Pflege auf anstehende Gespräche mit Bürgermeister und Sportdezernent Günter Beck.

Preis für hervorragende Jugendarbeit

Der Verein war unlängst mit dem bundesweit ersten Platz des Integrationspreises für seine hervorragende Jugendarbeit ausgezeichnet worden (wir berichteten). Vor den Feierlichkeiten seien der Platz und sein Umfeld kurzfristig aufgehübscht worden, berichtet Mahle. "Aber auch nur, weil Ortsvorsteher Herbert Schäfer Druck gemacht hat." Hochkarätige Vertreter vom Deutschen Fußballbund seien da gewesen. Man habe sich ob des Zustandes der Außenanlagen etwas geschämt.

Dieter Ebert, Leiter der Abteilung Sport der Verwaltung, wundert sich über die SPD-Mängelliste. "An uns ist da noch nichts herangetragen worden. Auch nicht vom Verein." Die Pflege der Außenflächen werde vom Grünamt an eine Firma vergeben, während die Innenflächen vom Grünamt selbst gepflegt werden. Drei Mal wöchentlich nehme sich eine Reinigungsfirma die Umkleide- und Sanitärräume vor. "Drei Mal im Jahr", hält Mahle dagegen. Es gebe auch nur einen, mehr als 80 Jahre alten, Fontana-Platzwart. Und der städtische sei "Mädchen für alles", kümmert sich längst nicht mehr nur um die Finther Anlage.

Mängel überprüfen

Ebert verspricht vor Ort, die Mängel zu überprüfen. Und: "Wir haben mehr Mittel für den nächsten Doppelhaushalt beantragt." In der Sportabteilung hofft man, dass bald wieder mehr Geld für angemessene Pflege da ist. Ebert: "Die Stadt hat nun mal kein Geld, egal welches Amt für die Pflege zuständig ist." Aber er sieht durchaus Möglichkeiten, "mit kleinen Mitteln" den Zustand innen wie außen zu verbessern.

Hinzu komme, dass die Sportanlage auch außerhalb der Trainingszeiten Kindern und Jugendlichen offenstehe, erläutert Ebert. Und da bleibe halt auch mal was liegen. Das sei auch so erwünscht. Zwar habe die 1989 in Betrieb genommene Bezirkssportanlage ganz normale Gebrauchsspuren, hier könnte mal neu gestrichen, dort ein Loch zu geschmiert werden, dennoch sei sie "noch eine der besseren Anlagen im Stadtgebiet", wie Bert Balte, in der Sportabteilung für die Sportstättennutzung zuständig, feststellt. Mit Blick auf die Flutlichtanlage und die Lautsprecher möchte Ebert die SPD-Anregungen prüfen. "Aber wir haben hier auch Anwohner. Wir müssen uns auch an den Lärmschutzrichtlinien orientieren." Und Beschwerden gebe es regelmäßig: Über Licht und Lärm.

Jochen Dietz

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