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Ex-Drittligist muss wieder das Siegen lernen

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Kapitän Tino Stumps (rechts) und seinen Mannen werden sich die meisten Oberligateams sehr entschlossen entgegenstemmen. 
Foto: Harry Braun
Kapitän Tino Stumps (rechts) und seinen Mannen werden sich die meisten Oberligateams sehr entschlossen entgegenstemmen.
Foto: Harry Braun

"Das klingt jetzt vielleicht ein wenig komisch", sagt Udo Henß, gemeinsam mit Michael Rink als Trainer verantwortlich für den Absteiger TV Nieder-Olm. "Aber wir müssen erst wieder einmal das Siegen lernen." Na ja, verständlich ist das schon nach einer in Demut verrichteten Saison im starken Süden der Dritten Bundesliga, an deren Ende für das abgeschlagene Schlusslicht nach 30 Spieltagen 28 Niederlagen standen. "Und das mit dem Siegen, das haben wir trotz einiger guter Auftritte auch in der Vorbereitung nicht immer ganz hinbekommen", fügt Henß an. "Das richtige Gefühl dafür, das muss man sich dann erst wieder während der Runde holen."

Ein guter Saisonstart ist wichtig

Und diese beginnt für den TV Nieder-Olm, der vor der Ligareform ein Jahrzehnt in der inzwischen beerdigten Regionalliga eine gute Rolle spielte und in Rheinhessen unangefochten die Nummer eins war, am Samstag um 19.30 Uhr mit dem Heimspiel gegen TuS Dansenberg. "Eine unangenehm und schwer zu spielende Mannschaft, die eine offene Deckung bevorzugt", sagt Henß, der vorerst einmal nur an einem interessiert ist: "Ein guter Saisonstart muss her." Das soll der neuen, jungen Mannschaft Sicherheit und Vertrauen für die verbleibenden 29 Spieltage geben.

Neu ist so vieles für den Kader der Nieder-Olmer, die nach dem Wiederaufstieg in die Regionalliga im Jahr 2000 erst zum zweiten Mal wieder in der Oberliga antreten müssen. Etwa die Mannschaften mit den Titelfavoriten TSG Haßloch und VTZ Saarpfalz, oder die Wundertüte HV Vallendar, die alten Rivalen aus Regionalligazeiten, TV Offenbach und VTV Mundenheim, oder aber die Neulinge TV Bitburg (Rheinland), HSG Eckbachtal (Pfalz) und HSG Völklingen (Saarland). Ziemlich neu ist auch die Anwurfzeit: Den angestammten Termin am Sonntag um 11 Uhr haben die Nieder-Olmer weitgehend aufgegeben und nehmen ihn nur noch hin und wieder war, gespielt und dabei auf mehr Zuschauer gehofft wird nun vornehmlich eben am Samstag um 19.30 Uhr. Ob das eine so gute Idee war angesichts der Tatsache, dass die beiden rheinhessischen Gebietsrivalen SG Saulheim und Sportfreunde Budenheim (Wiederaufsteiger) ihre Heimspiele ebenfalls am Samstagabend auszutragen pflegen und die Gäste in Nieder-Olm stets vor der morgendlichen Sonntagsübung Manschetten hatten, wird sich zeigen.

Der neue TVN ist auf allen Positionen wieder doppelt besetzt. "Ziel ist es", sagt Henß, "in der Breite der Mannschaft wieder eine ausgeglichene Qualität zu erreichen, damit wir zu unserer alten Stärke zurückkehren und ohne Qualitätsverlust wechseln können." Angesichts der Abgänge Christian Kulaszewicz (Linksaußen), Florian Reichelt (Kreis, Innenblock, beide zur TG Osthofen) und Dennis Baier (Innenblock, Karriereende) und der damit einhergehenden Neubildung der Abwehr ein heikles Unterfangen. Die Neulinge Christian Gettert (Rückraum; aus Mundenheim), Lukas Berkessel (Kreis), Philipp Kukula (Rückraum), Florian Krekel (Linksaußen; alle eigene Jugend), Joachim Doderer (Kreis) und Sven Schneider (Rückraum; beide HSG Zotzenheim/St. Johann/Sprendlingen) gilt es zu integrieren.

Zwei Verletzte, ein Reisender

Das muss schneller gehen als geplant, denn am Ende der Vorbereitung haben sich Kukula und Nachwuchskeeper Niklas Schmitt (beide Bänderriss) verletzt, Rückraum- und Innenblockspieler Manuel Frommann zieht es beruflich bis Februar nach Ingolstadt, an den Wochenenden wird er aber hier sein. Henß: "In den ersten vier Wochen ist das kein Problem, Manuel ist noch fit. Später müssen wir sehen."

Für das Tor muss am Samstag neben Torsten Eichhorn schon einer der beiden Stand-by-Spieler ran: Florian Bettin oder Mark Böhm. Wie oft die anderen "Satellitenspieler", wie Michael Rink sie nennt, gebraucht werden, so sie denn überhaupt zur Verfügung stehen, muss man abwarten. Vielleicht früher, als es den Nieder-Olmern lieb sein wird. Zur Erinnerung: Sie heißen Jörn Laufersweiler (Rückraum links), Yves Gramlich (Kreis) und Sven Gaubatz (Rückraum Mitte).

"Unser Hauptproblem wird sein", sagt Udo Henß, "dass wir ja eigentlich keine richtige Drittligamannschaft waren, aber dass wir als solche wahrgenommen werden. Also legt sich jeder Gegner gegen uns besonders ins Zeug." Armin Franz

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