Archivierter Artikel vom 03.02.2011, 08:15 Uhr

Erste Urteile im Prozess um Giacometti-Fälschungen

Stuttgart/Mainz. Im Stuttgarter Mammut-Prozess um gefälschte Giacometti-Skulpturen werden heute die ersten Urteile gefällt.

Drei der fünf Angeklagten hatten ihre Mittäterschaft eingeräumt, ihre Verfahren waren abgetrennt worden und können daher beendet werden. Der Prozess gegen die beiden mutmaßlichen Haupttäter – einen Mainzer Kunsthändler und seinen Komplizen – läuft wie geplant weiter.

Als Drahtzieher gilt der Mainzer Kunsthändler, der Anfang 2010 wegen Betrugs mit Fälschungen des Schweizer Künstlers Alberto Giacometti (1901-1966) zu fast drei Jahren Haft verurteilt worden war. In der neuen Anklage wird ihm vorgeworfen, seit 2003 eine Vielzahl von Fälschungen für insgesamt neun Millionen Euro verkauft zu haben.

Im August 2009 war in Mainz ein geheimes Lager mit rund 1000 gefälschten Bronzen des Bildhauers ausgehoben worden. dpa