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Einricher Nachbarn gehen getrennte Wege

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Zwei Jahre nach Gründung der Spielgemeinschaft (am Ball Dirk Lüttichau) wollen die Partner SV Gutenacker und SV Allendorf-Berghausen künftig wieder getrennte Wege gehen und als eigenständige Vereine selbst Mannschaften ins Rennen schicken. Das darf Gutenacker dann in der Kreisliga C, Allendorf-Berghausen muss in die Kreisliga D. 
Foto: Andreas Hergenhahn
Zwei Jahre nach Gründung der Spielgemeinschaft (am Ball Dirk Lüttichau) wollen die Partner SV Gutenacker und SV Allendorf-Berghausen künftig wieder getrennte Wege gehen und als eigenständige Vereine selbst Mannschaften ins Rennen schicken. Das darf Gutenacker dann in der Kreisliga C, Allendorf-Berghausen muss in die Kreisliga D.
Foto: Andreas Hergenhahn

Der SV Gutenacker wird der Kreisliga C zugeordnet, der Nachbar muss in der untersten Klasse neu beginnen. Das hat der Kreisvorsitzende Günther Weck auf Anfrage der RLZ bestätigt.

Wie kam es zur vorzeitigen Trennung? Otto Gaede, der stellvertretende Vorsitzende des SVG, führte als Grund in erster Linie Differenzen über den Spielort an. "Laut unserem SG-Vertrag wäre in der Hinrunde der Saison 2011/2012 in Gutenacker gespielt worden. Damit waren die Allendorfer nicht einverstanden." Ralf Meffert, Vorsitzender des SV Allendorf-Berghausen, interpretiert mit seinen Mitstreitern die Vereinbarung anders. Der aus acht Personen – jeweils die Vorsitzenden und ihre Stellvertreter sowie Abteilungsleiter und Kassierer der beiden Vereine – bestehende Vorstand der Kombination könne darüber abstimmen, wo denn nun gespielt werden soll. Meffert: "Da sich beim SV Gutenacker kein Vorsitzender gefunden hat, ist klar, wie eine solche Abstimmung ausgegangen wäre. Daher wollte der SVG das nicht."

Gaede entgegnet diesem Argument: "In der Saison 2009/2010 wurden die Spiele ebenso in Allendorf ausgetragen wie in der Hinrunde 1010/2011. Erst in der Rückrunde ist in Gutenacker wieder Fußball gekickt worden. Da ist es doch nur fair, wenn wir auch in der nächsten Halbserie auf unserem Platz spielen wollen. Etwas anderes können wir gegenüber unseren Mitgliedern doch gar nicht verantworten."

Wie dem auch sei, die Zweckgemeinschaft ist zerbrochen, beide Seiten legen großen Wert darauf, keine "schmutzige Wäsche" zu waschen. Ab Sommer gehen die Nachbarn fußballerisch wieder getrennte Wege. "Unser Vorstand hat beschlossen, eine Mannschaft für die C-Klasse zu melden. Dafür werden wir alles tun", ist Gaede nach ersten Gesprächen guter Dinge, dass das Vorhaben auch in die Tat umgesetzt wird.

Als Trainer des Ex-Bezirksligisten ist ausgerechnet der Allendorfer Thomas Peter, einst Vorsitzender des dortigen SV, im Gespräch, der sich zuletzt um die zweite Garnitur der Vereinigung gekümmert und mit dieser den sportlichen Klassenverbleib in der Ost-Staffel der C-Klasse gepackt hatte. Am kommenden Freitag sollen bei einer Spielersitzung anstehende Fragen noch geklärt werden.

Peter bestätigt das Interesse der Schwarz-Gelben, hat aber noch keine Entscheidung über seine sportliche Zukunft getroffen. "Ich muss mir das genau überlegen, da ich beruflich stark eingebunden bin." Viele Aktive auf beiden Seiten bedauern das Auseinanderbrechen der Spielgemeinschaft. Peter: "Es ist sportlich schade, weil die Jungs gut miteinander klargekommen sind. Die Entscheidung kam letztlich aber nicht überraschend, nachdem es schon einige Sitzungen gegeben hatte."

Der SV Allendorf-Berghausen hat angekündigt, dem Verband das Protokoll der SG-Sitzung zukommen zu lassen. "Dann sollen die Herren entscheiden, in welche Klasse wir eingestuft werden", so Meffert. "Wir können 16, 17 Leute ins Rennen schicken, die auch in der D-Klasse das Trikot unseres Vereins tragen werden."

Von unserem Redakteur Stefan Nink

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