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EHC Neuwied muss nun die Zukunft planen

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Der Kader

"Unser Ziel war eine Platzierung zwischen eins und drei", sagt Wolfgang Schneider, 2. Vorsitzender der Bären. "Wir sind auch überzeugt davon, dass wir ein Team zusammengestellt hatten, das dieses Ziel hätte erreichen können." Doch dann verließen in Person von Christopher Zeh, Andreas Wichterich und Kai Schmitz gleich drei potenzielle Leistungsträger und Neuzugänge vorzeitig wieder den Verein. Zudem verletzten sich wichtige Eckpfeiler wie Robin Lehmann. Da den Bären die finanziellen Möglichkeiten fehlten, entsprechend nachzubessern, wurde die Saison mit dem verbliebenen Kader zu Ende gespielt. Das hat Respekt verdient und ist im Eishockey längst keine Selbstverständlichkeit. Nicht selten wird für den (möglichen) sportlichen Erfolg der finanzielle Rahmen gesprengt. "Das haben wir natürlich bewusst nicht gemacht", sagt Schneider. "Man darf auch nicht vergessen, dass bei uns auch Spieler im Kader stehen, die Geld und viel Freizeit dafür investieren, um hier zu spielen."

Die wirtschaftlich gesunde Entscheidung bedeutete jedoch auch das sportliche Abrutschen in die Niederungen der Regionalligatabelle. Zudem verpflichteten die Bären mit Martin Koristka und Michal Tomasik zwei solide, aber eben keine überragenden Kontingentspieler. Bei der Suche nach ausländischen Eishockeyspielern kann man völlig daneben liegen, einen soliden Griff oder einen Glücksgriff machen. "Wir hatten in den letzten zwei Jahren keinen Glücksgriff", sagt Schneider.

Die Fans

"Wir hatten sicherlich auf mehr Zuschauer gehofft", sagt Schneider. Doch die sportliche Talfahrt hatte natürlich auch Auswirkungen auf die Zuschauerzahlen. Die Bären können sich glücklich schätzen, einen gesunden Fanstamm von rund 350 Anhängern zu haben, die regelmäßig zu den Spielen kommen. Für deutlich mehr Zuschauer ist es aber zwingend notwendig, sportlichen Erfolg zu haben. Dabei scheint, das zeigt der Blick in die Neuwieder Eishockeyhistorie, die Liga fast egal. Die Fans kommen auch in unteren Ligen. Hauptsache, die Mannschaft spielt erfolgreich.

Auch deshalb sagen sowohl Schneider als auch Spielertrainer Jens Hergt: "Für die Zukunft muss man schauen, wie sich die Ligen zusammensetzen und welche Liga dann für uns Sinn macht." Mit der Qualifikation zur Regionalliga West haben die Bären sich sportlich weiter alle Möglichkeiten offen gelassen. Und ausgerechnet in den Relegationsspielen kehrte auch die Stimmung in die Eishalle zurück. "Das dritte Drittel gegen Darmstadt, das war wieder ganz die alte Bärenhöhle", sagt Schneider. Die Mannschaft bedankte sich am Freitagabend nach dem Iserlohn-Sieg mit einem großen Banner bei den Fans für die Unterstützung.

Der Vorstand

Der Vorsitzende Peter Liebeskind und Beisitzer Marcus Gastel haben bereits angekündigt, bei der Mitgliederversammlung Ende Mai nicht mehr zu kandidieren. Ob der stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Schneider an Bord bleibt, das hängt auch davon ab, wer sich findet, um die Vorstandsarbeit weiterzuführen. Klar ist, dass Schneider aus beruflichen Gründen eigentlich ebenfalls eine Spur kürzer treten müsste: "Wir werden die Saison nun finanziell rund abschließen und alles in die Wege leiten, damit für die kommende Saison eine gute Mannschaft zur Verfügung steht." Soll heißen: In den kommenden Tagen werden Gespräche mit den Spielern geführt, was scheinbar überfällig ist. Der eine oder andere Akteur hat bereits Angebote von anderen Vereinen auf dem Tisch liegen. "Dazu führen wir Gespräche mit Sponsoren und natürlich auch mit potenziellen Vorstandskandidaten", so Schneider.

Die Zukunft

Die Mitgliederversammlung, die Ende Mai tagen wird, muss die Weichen stellen – dies gilt für alle Führungsebenen des Vereins. Spielertrainer Jens Hergt, Neuwieder Eishockey-Urgestein, hat bereits angekündigt, auch weiterhin aktiv beim EHC Neuwied mitzuarbeiten. In welcher Funktion lässt Hergt offen, sagt aber auch: "Der Verein steht vor einem Umbruch." Wer diesen Umbruch vollzieht, müssen die kommenden Wochen bis zur Mitgliederversammlung zeigen.

Von unserem Mitarbeiter

Tom Neumann

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