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    Düstere Ahnung wurde Wirklichkeit

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    "Er hat uns bei seinem Einstand gutgetan", lobte Trainer Martin Schmidt den A-Jugendlichen Lucas Röser. "Er hat viele Kopfballduelle gewonnen, viele Bälle abgeholt und den Siegtreffer erzielt." 
Foto: Archiv/Willwacher
    "Er hat uns bei seinem Einstand gutgetan", lobte Trainer Martin Schmidt den A-Jugendlichen Lucas Röser. "Er hat viele Kopfballduelle gewonnen, viele Bälle abgeholt und den Siegtreffer erzielt."
    Foto: Archiv/Willwacher

    "Heute gewinnen wir nicht mehr hoch", hatte sich der Trainer des FSV Mainz 05 II nach 17 Minuten der Regionalligapartie bei Borussia Dortmund II gedacht - soeben waren die Gastgeber mit 2:0 in Führung gegangen. Schmidts Mannschaft bestätigte im Verlauf der folgenden 73 Minuten seine düstere Ahnung und ging mit einem 3:2 (1:2)-Erfolg vom Platz.

    "Absolute Topleistung"

    "Was das Team nach dem zweiten Gegentreffer gezeigt hat, war eine absolute Topleistung", schwärmte Schmidt. "Bis dahin waren wir zwar optisch auf dem Platz, aber noch etwas nervös. Danach ging ein richtiger Ruck durch die Mannschaft." Durch eine Mannschaft, deren erfahrenster Spieler angesichts des Ausfalls von Peter Perchtold und Niki Wiedmann der auch erst 21-jährige Jared Jeffrey war. Und: Außer Jeffrey und Daniel Buballa standen ausschließlich Akteure in der Startelf, die aus der eigenen Jugend kamen.

    Einer, der derzeit noch in der Jugend spielt, durfte sich sogar als Matchwinner feiern lassen: Lucas Röser, U-19-Bundesligaspieler der 05er, kam in der 67. Minute für Jaineil Hoilett aufs Feld und erzielte 20 Minuten später das 3:2. "Das hat er klasse gemacht", lobte Martin Schmidt. "Nach einem herrlichen Zuspiel von Albert Spahiu hat er den Ball dynamisch mitgenommen und sofort abgeschlossen."

    Es war die Krönung einer Aufholjagd, die den Mainzern in dieser Situation nicht unbedingt zuzutrauen war. Zur Erinnerung: Die beiden vorangegangenen Meisterschaftsspiele hatten sie beim bis dahin sieglosen Aufsteiger SC Idar-Oberstein (1:2) und am Bruchweg gegen die Schalker Amateure (2:3, nach 2:1-Pausenführung) verloren. Und jetzt lagen sie nach nicht einmal 20 Minuten mit 0:2 zurück. In Dortmund, wo sie bislang noch keinen Punkt geholt hatten. "Das war eine riesige mentale Leistung, ein solches Spiel noch zu drehen", sagte Schmidt anerkennend.

    Klassisches 4-4-2

    Der Trainer war diesmal vom 4-3-3- auf ein klassisches 4-4-2-System umgestiegen, um den Gegner zu überraschen, aber auch, um mannschaftsintern neue Reize zu setzen. Die Treffer setzten zunächst jedoch die vom einstigen 05-Profi David Wagner trainierten Gastgeber. Dem 1:0 ging ein Mainzer Ballverlust in der Vorwärtsbewegung voraus, es folgte ein langer Ball in den Rücken der Abwehr, Terrence Boyd lief hinterher und überwand Christian Mathenia. Der stand zum ersten Mal im Tor der 05-Amateure, "und er hat ein sehr gutes Spiel gemacht", berichtete Schmidt. "Auch im Spielaufbau mit dem Fuß war er stark." Vor dem 0:2 verdribbelte sich Benedikt Saller am eigenen Strafraum, Marvin Bakalorz nutzte den Patzer aus.

    Von da an übernahmen die Mainzer das Kommando, kamen nach einem Angriff über die linke Seite nach Vorarbeit von Jeffrey durch eine Vollspannabnahme Shawn Parkers noch vor der Pause zum Anschlusstreffer - "und in der Kabine haben wir uns vorgenommen, das Ding noch zu drehen und uns die Punkte zu holen, die wir vor zwei Wochen gegen Schalke verspielt hatten", erzählte Schmidt.

    Gegner eingeschnürt

    Das gelang seinem Team denn auch in ähnlicher Manier wie den Schalkern der Sieg am Bruchweg. "Wir haben die Dortmunder nach der Pause eingeschnürt. Und es hat sich ausgezahlt, dass wir so viele Stürmer auf dem Platz hatten"; als vierter Angreifer war Spahiu schon früh für den wegen einer Oberschenkelzerrung ausgeschiedenen Eugen Gopko gekommen.

    Manuel Schneider köpfte nach einem Jeffrey-Eckball den Ausgleich. Drei Minuten vor Schluss schlug Röser zu. Dass der "Kicker" auf seiner Online-Seite als zweifachen Torschützen Marco Rose aufführte, war ein Versehen. "Wir alle hätten uns für Rosi gefreut", sagte Martin Schmidt lachend. "Aber Röser haben wir den Siegtreffer auch gegönnt..."

    Peter H. Eisenhuth

    Statistik: Borussia Dortmund II - FSV Mainz 05 II 2:3 (2:1)

    Borussia Dortmund II: Focher - Fring, Hübner, Hornschuh Halstenberg - Vrancic (85. Benatelli), Bakalorz (65. Cenik) - J. Hofmann (7. Paurevic), Baykan, Le Tallec - Boyd.

    FSV Mainz 05 II: Mathenia - Saller, Schneider, Meißner, Buballa - Gopko (35. Spahiu), Jeffrey, Brill, Hoilett (67. Röser) - Durm, Parker (86. Raltschitsch).

    Schiedsrichter: Schult (Hamburg).

    Zuschauer: 651.

    Tore: 1:0 Boyd (7.), 2:0 Bakalorz (17.), 2:1 Parker (37.), 2:2 Schneider (73.), 2:3 Röser (87.)

    Gelbe Karte: Boyd.

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