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Die beste Leistung seit dem Aufstiegsjahr 2008

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Erleichterung und Freude ob der sechs Treffer gegen die HG Nürnberg: Philipp Schwinn (links) und die Torschützen Julian Heck (Mitte) und Wolfgang Bender. 
Foto: Bernd Eßling
Erleichterung und Freude ob der sechs Treffer gegen die HG Nürnberg: Philipp Schwinn (links) und die Torschützen Julian Heck (Mitte) und Wolfgang Bender.
Foto: Bernd Eßling

The same procedure as every year! Der TSV Schott Mainz hat wie schon im Vorjahr am letzten Doppelspieltag den Klassenverbleib in der Hockey-Regionalliga Süd unter Dach und Fach gebracht. Vor einem Jahr, als aus dem Achterfeld gar drei Mannschaften absteigen mussten, hatten sich die Mainzer mit einem 2:1 gegen TEC Darmstadt und einem 3:0 beim Hanauer THC am eigenen Schopf aus dem Schlamassel gezogen. Die Darmstädter und die Hanauer mussten damals absteigen.

Rechtzeitig mit seinem Team wieder einmal die Kurve gekriegt: Coach Martin Knußmann. 
Foto: Archiv/Braun
Rechtzeitig mit seinem Team wieder einmal die Kurve gekriegt: Coach Martin Knußmann.
Foto: Archiv/Braun – Harry Braun

Diesmal prominentere Gegner

Diesmal holte die Mannschaft von Trainer Martin Knußmann die rettenden Punkte am dritt- und vorletzten Spieltag aber gegen prominentere Gegner. Der TSV Schott schlug am Samstag den Zweitligaabsteiger und Tabellendritten HG Nürnberg überraschend klar mit 6:2 (4:1) und zeigte dabei sein bestes Feldhockeyspiel seit dem Titelgewinn und dem Zweitligaaufstieg 2008. In der zweiten Partie am Sonntag reichte es immerhin noch zu einem 2:2 (1:1) gegen den Tabellenzweiten TB Erlangen, der nun am letzten Spieltag mit einem Sieg im "Endspiel" gegen Spitzenreiter HC Ludwigsburg doch noch den Titelgewinn klarmachen kann.

"Wir hatten uns vier Punkte als Vorgabe für dieses Wochenende gesetzt", sagte Knußmann. "Und es ist schön, dass wir das auch realisiert haben." Entscheidend für die vier Zähler gegen die beiden Spitzenteams sei die Tatsache gewesen, dass "diesmal alle dasselbe wollten" (Knußmann). "Die Jungs waren locker, haben gemeinsam starke Lust verspürt und haben sich diesmal nur wenig Fehler geleistet", sagte Knußmann. "Es war eine große Harmonie zu erkennen." Von den ansonsten immer wieder einmal üblichen Eitelkeiten sei nichts zu verspüren gewesen.

Dass eine enorme Leistungssteigerung notwendig sein würde, um nicht am letzten Spieltag im "Angstspiel" beim Aufsteiger und Schlusslicht Höchster THC auf Naturrasen noch um den Klassenverbleib zittern zu müssen, dass war vorher allen beim TSV Schott klar gewesen. Dass die Mainzer aber, die sich im Verlauf der Saison ja gerne viele Chancen herausgespielt haben, diese aber in der Regel nicht effizient nutzten, nicht nur viele, sondern auch noch dazu schöne Tore erzielen können, das hat beim 6:2 gegen die HG Nürnberg jeden überrascht, am meisten aber wohl die Gäste aus Franken.

Effizienz deutlich gestiegen

Schon in der ersten Minute führte eine einstudierte Ecke zum 1:0 durch ein Stechertor von Christoph Franik. Das 2:0 besorgte Kapitän Alex Hemmersbach im Anschluss an eine Ecke mit einem beherzten Nachschuss (18.). Zwei Tore nach bis dahin drei Ecken, das zeigte eine in dieser Saison nicht gekannte Effizienz der Mainzer. Die dann zwar als Folge eines Abspielfehlers von Hemmersbach durch den in der Mitte ungehindert durchpreschenden Daniel Weber den Anschlusstreffer zum 2:1 hinnehmen mussten (22.), nach einem schnellen Angriff über die linke Seite aber nach Zuspiel von Hendrik Jordan durch ein mit Wucht erzieltes Tor von Wolfgang Bender (Knußmann: "Der hatte noch Wut im Bauch von den Spielen zuvor und hat sie in positive Energie umgewandelt") und einen Treffer von Julian Heck im Nachschuss noch vor der Pause auf 4:1 davonzog (25., 31.). Unglaublich.

Nach dem Wechsel gelangen den mit ihrem bestmöglichen Kader angetretenen Schottlern einige sehr schöne und sehenswerte Ballpassagen. Aus einem halben Dutzend Chancen entsprangen dann noch die Tore zum 5:1 und 6:1. Zunächst war der reaktivierte Thomas Hoffelder nach einer Ballstafette über Hemmersbach und Bender mit einem Stecher erfolgreich (50.), später prügelte Franik den Nachschuss einer Ecke ins Netz (63.). Man muss wirklich lange zurückblicken, um ein derart überlegen geführtes Spiel der Mainzer aus den Archiven kramen zu können. "Man muss aber auch sagen, dass den Nürnbergern dann irgendwann nicht mehr viel gelungen ist und ihnen viele Bälle versprungen sind", sagte Knußmann. "Und wir hatten diesmal das Glück auf unserer Seite, das uns sonst häufig in dieser Saison gefehlt hat." Das 6:2 für die Nürnberger durch Thomas Möller war am Ende nur noch Ergebniskosmetik.

Keeper Jordan steht seinen Mann

Auch im schweren Spiel gegen TB Erlangen gingen die Mainzer in Führung, nachdem der erste Ansturm der Gäste dank hervorragender Paraden von Schott-Keeper Tobias Jordan ohne Folgen geblieben war: 1:0 David Morgenbesser nach einer Ecke (17.). Nach dem Ausgleich durch ein Siebenmetertors sorgte Bender wieder für die Führung der Mainzer, die während einer Zehnminutenstrafe für Peter Römheld in der Schlussphase noch den Ausgleich kassierten. Knußmann sprach hinterher von einem verdienten Remis, von einem nun in einer Woche zu erwartenden entspannten Saisonfinale in Höchst und einer günstigeren Ausgangsposition bei Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen. Armin Franz


TSV Schott: Jordan – Rügner, Franik (2), H. Jordan, Hemmersbach (1), Geib, Bender (2), Huber, Morgenbesser (1), Heck (1), Seyfried, Eichelsbacher, Schwinn, Roth, Hoffelder (1), Römheld.

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