Archivierter Artikel vom 09.03.2015, 06:00 Uhr

Der rätselhafte Verbündete

Riad gilt als wichtiger Verbündeter des Westens – trotzdem gibt es viele Probleme im Verhältnis zu dem islamisch-konservativen Königreich.

Waffenlieferungen: 2014 exportierte Deutschland Waffen im Wert von 209 Millionen Euro nach Saudi-Arabien. Erst im Januar wurden neue Ausfuhren für 110 Millionen Euro genehmigt. Das Königreich benötigt die Rüstungsgüter nach eigenen Angaben für den Kampf gegen Terrorismus.

Menschenrechte: Im Königreich gelten drakonische Strafen, öffentliche Auspeitschungen und Enthauptungen sind geltendes Recht.

Wahhabismus: Die Scheichs haben mit dem Wahhabismus eine konservative Auslegung des Islams etabliert. Das erlaubt weitreichende Beschneidungen von Frauenrechten. Auch Islamisten schöpfen ihre Ideologie aus der harschen Praxis.

Terrororganisationen: Obwohl offizieller Partner der Allianz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), werfen Beobachter Saudi-Arabien immer wieder die finanzielle Unterstützung von Islamisten vor. Der IS und auch das Netzwerk Al-Kaida sollen Gönner aus dem Königreich haben.