Archivierter Artikel vom 02.08.2015, 22:39 Uhr
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Der Generalbundesanwalt gibt eine unglückliche Figur ab

Die Ermittlungen von Generalbundesanwalt Harald Range gegen den Internetblog Netzpolitik.org wegen Landesverrat lassen ihn in peinlichem Licht erscheinen. Ranges gewagter Angriff auf die Pressefreiheit wegen der Veröffentlichung vertraulicher Dokumente des Bundesamtes für Verfassungsschutz ist dabei einerlei. Auf einem anderen Blatt steht, dass er offenbar vorab vom Bundesjustizministerium vor einem solchen Schritt gewarnt wurde. So ist auch zu erklären, dass sich Minister Heiko Maas (SPD) bereits am Freitag von Range distanzierte. Das wiederum nutzten gleich mehrere Politiker als Gelegenheit, mit wohlfeilen Forderungen den Rücktritt Ranges herbeirufen zu wollen.

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