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    Deprimierende Niederlage des SVA

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    Die Gestik des SVA-Trainers André Weingärtner während und nach der Partie verriet viel über den Zustand und die Leistung seiner Mannschaft. Weingärtner stand zeitweise mit den Händen im Nacken verschränkt am Spielfeldrand und schaute zu, was seine Jungs versuchten. Wieder und wieder breitete er auch die Arme aus und schaute fragend in die eigenen Handflächen. Nach dem Abpfiff versammelte er seine Jungs im Kreis um sich, um anschließend - die Arme in die Hüfte gestemmt - lange mit seinem Kotrainer Pascal Rück zu sprechen. Die Tristesse dieser Szenen setzte sich auch auf der Pressekonferenz fort. "Es ist schwierig, in einer solchen Situation die richtigen Worte zu finden", begann er seinen Vortrag. "Wir konnten unser Spiel", fuhr er fort, "nicht richtig abbilden." Die Mannschaft habe zu behäbig nach vorne gespielt, "deshalb waren die Lücken häufig nicht da." Und wenn sie doch sichtbar wurden, kamen Pech oder gravierende Abschlussschwäche hinzu. Kapitän Marcel Fennel kam nach einem Freistoß von Patrick Walther ziemlich unbedrängt zum Kopfball (16.). Der Versuch endete krachend an der Querlatte. Zuvor hatte der SVA-Defensivverbund allerdings zweimal mächtig gewackelt. Torwart Philipp Selig parierte die Gelegenheiten von Tokio Nakai (18.) und Yannik Finkenbusch (32.) unorthodox, aber sicher. Kurz vor der Pause hatte Manuel Helmlinger die größte Chance. "Er hätte das Tor setzen müssen", sagte Weingärtner. Doch was er sah, ärgerte ihn: "Er hebt dem Torhüter den Ball aus 1,50 Metern in die Arme." Ein Tor hätte den Spielverlauf sicher zugunsten der Alemannen beeinflusst, da die Kontertaktik der Gäste dann obsolet gewesen wäre.

    Kurz nach Wiederbeginn gelang der Spvgg der entscheidende, weil scheinbar schockierende Schlag. Nakai, mit 1, 73 Meter wahrlich kein Riese, köpfte einen Freistoß ins SVA-Tor (48.). Alle Spieler in grün-weiß ließen sofort die Köpfe hängen. Lediglich Fennel und Sascha Kraft wirkten so, als ob sie noch an einen Sieg glaubten. Doch diese Hoffnungen zerschlugen sich fünf Minuten später. Nakai nahm einen Ball mit der Brust gekonnt mit und spielte den starken Juri Pinecker steil an. Pinecker stieß auf wenig Widerstand und versenkte zum 2:0 (53.). Erschreckten schon diese Treffer angesichts der einfachen Patzer der Defensive, wirkte der Fehler vor dem 0:3 schon katastrophal. Eugen Koslowski spielte unbedrängt einen Fehlpass im Aufbauspiel. Die Innenverteidiger Fennel und Christian Klöckner waren gerade in der Vorwärtsbewegung und nicht mehr in der Lage einzugreifen, als Lukas Haubrich den Ball zum Endstand ins Tor schob. Die Partie endete mit einem fünfzehnminütigen Nichtangriffspakt. Die Alemannen kickten nur noch zu zehnt, weil Gürkan Satici sich verletzte und das Auswechselkontingent erschöpft war. Gleiches galt für die Kräfte der Platzherren nach der englischen Woche. Das öde Ballgeschiebe war ein passender Vorgeschmack auf die Stimmung nach dem Abpfiff.

    SVA: Selig - Fischer, Klöckner, Fennel, Cevermeci - Oberle (54. Koslowski), Kraft, Walther (60. L. Weingärtner), Neumann - Helmlinger - Schrimb (54. Satici).

    So geht's weiter: am Samstag, 15.30 Uhr, beim SV Auersmacher.

    Von unserem Mitarbeiter

    Carsten Zillmann

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