Archivierter Artikel vom 13.03.2011, 15:04 Uhr
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Rieden

Das Leiden Jesu lebendig und mitfühlend inszeniert

Mit Ovationen im Stehen endete am Samstagabend in der Pfarrkirche St. Hubertus Rieden die nahezu vierstündige Premiere der Passion Jesu. 22 Aufführungen, zu der das Steinmetzdorf und Passionsspielort Rieden rund 10 000 Zuschauer erwartet, sind bis Ostermontag vorgesehen. Insgesamt 264 Bürger aus Rieden wirken bei den Aufführungen der Laienspielgruppe des katholischen Junggesellenvereins vor und hinter den Kulissen mit. Allen Teilnehmern verlangt die von Spielleiter Hans-Peter Doll inszenierte Leidensgeschichte Jesu viel ab. Neben den Massenszenen mit „viel Volk“ waren es insbesondere die ausdrucksstarken Szenen, die dank der bravourösen Leistung der Laiendarsteller die Inszenierung zu einem Erlebnis werden ließen. Besonders hervorgetan hat sich unter anderem Maria Magdalena, gespielt bei der Premiere von Christina Hackenbruch, eine der beiden Maria Magdalena-Darstellerinnen. Sie wird in den Riedener Passionsspielen nicht in der Rolle der Sünderin, die gesteinigt werden sollte, dargestellt, sondern sie verkörpert vielmehr die treue, ehrfürchtige Begleiterin Jesu, die ihn als Zeichen ihres Glaubens, ihrer Treue und Dankbarkeit salbte.