Archivierter Artikel vom 21.05.2010, 14:05 Uhr

Bildergalerie Effelsberg

Mitten in der Eifel steht eines der größten Radioteleskope der Welt: Seit fast 40 Jahren empfängt das Effelsberger Instrument Wellen aus den Tiefen Kosmos, die oft viele Milliarden Jahre alt sind und leistet wichtige wissenschaftliche Grundlagenarbeit.

Eine Vierfach-Montage des Eifel-Lauschers

Magnus

Das Radioteleskop liegt in einem kleine Tal, damit es vor Wind und störenden Funkwellen geschützt ist.

Norbert Tacken, MPIfR

Auf Tuchfühlung mit dem 100-Meter-Lauscher. Im Hintergrund das Forschungszentrum mit dem verglasten Kontrollraum. Über den Zahnkranz links oben wird die Antenne gekippt.

Magnus

Einer der Motoren des „Elevationsantriebs“, der die Antennenschüssel um 90° kippen kann.

Magnus

Signale, die viele Milliarden Jahre lang durch das Weltall reisten, treffen auf die Antenne in Effelsberg.

Norbert Tacke, MPIfR

Im Teleskopkeller führen 146 Kabelstränge zum Beobachtungsinstrument.

Magnus

Astronom Dirk Bach (vorne) kann ebenso gut bei Tag arbeiten – ein Unterschied zur optischen Himmelsbeobachtung. Operateur Norbert Tacken programmiert und überwacht die Bewegungen des Teleskops. Von dem begeisterten Fotografen stammen übrigens viele Aufnahmen in dieser Bildergalerie.

Magnus

Die Wandkarte zeigt die Standorte verschiedener Radioteleskope, die oft zur Beobachtung zusammengeschaltet werden. Dazu werden sie über ein Computernetzwerk zentral gesteuert.

Jochen Magnus

Ein Teil der computerisierten Steuereinrichtung und ein Ausblick auf das Radioteleskop vor dem Kontrollraum.

Magnus

Voller Steuer- und Beobachtungselektronik ist die zweistöckige „Kommandozentrale“ des großen Teleskops.

Jochen Magnus

Eines der beiden Antennenfelder von LOFAR. Die simplen Antennen erfassen Signale vom gesamten Himmelsausschnitt über ihnen und zeichnen sie auf. Die Beobachtungsrichtung wird erst nachträglich von einem Supercomputer herausgerechnet. Erst modernste Datenübertragungs- und Verarbeitungstechnik macht dieses „Softwareteleskop“ möglich.

MPIfr

Eine LOFAR-Antenne und das klassische Radioteleskop auf einen Blick. Beide Instrumente ergänzen sich, weil sie für verschiedene Wellenlängen ausgelegt sind. Insgesamt geht der Trend in der Radioastronomie zu zusammengeschalteten Antennen, bei den neuesten Projekten finden sich auch Felder aus mittelgroßen, bewegliche Schüsseln.

Magnus

Norbert Tacken, einer der „Teleskopfahrer“ in Effelsberg, hat dieses Bild aufgenommen.

Jochen Magnus

Erst aus wenigen hundert Metern Entfernung wird das in einem kleinen Tal versteckte Teleskop sichtbar.

Magnus

Im Besucherpavillon (rechts) finden häufig astronomische Vorträge für interessierte Laien statt. Näheres findet sich auf der Homepage des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie.

Nobert Junkes, MPIfR

Blauer Himmel über Effelsberg freut die Besucher und Beobachter gleichermaßen. Für das Teleskop ist das Wetter allerdings bedeutungslos, es horcht auch durch dicke Wolken hindurch. Nur bei Stürmen in Orkanstärke wird es aus Sicherheitsgründen aus dem Wind in die Horizontale gedreht.

Norbert Tacken, MPIfR

Eine schmatische Zeichnugn des Strahlenganges des Effelsberger Instruments. Signale können – je nach Wellenlänge – entweder im Primär- oder im Sekundärbrennpunkt empfangen werden.

MPIfR

Detailansicht des Empfängers in der Mitte der Antennenschüssel, im sogenannten Sekundärfokus. Die Radiowellen fallen entweder hier oder in einem zweiten Empfänger, der über der Schüssel „schwebt“ (Primärfokus), gebündelt ein.

Magnus

Die Abbildung zeigt ein Falschfarbenbild der Radioemission des gesamten Himmels bei einer Wellenlänge von 73 cm (Frequenz: 408 MHz). Die Daten wurden in einem Zeitraum von 10 Jahren mit den jeweils größten Einzelteleskopen in der nördlichen und südlichen Hemisphäre (100-m-Radioteleskop in Effelsberg bei Bonn, 76-m-Radioteleskop bei Jodrell Bank/England, bzw. 64-m-Radioteleskop bei Parkes/Australien) gewonnen. Die Darstellung erfolgt in galaktischen Koordinaten, das heißt, die Ebene unserer Milchstraße liegt im Äquator, und das galaktische Zentrum liegt auch im Zentrum der Abbildung.

Max-Planck-Institut für R

Bei einer Frequenz von 6,1 Gigahertz entdeckten die Effelsberger Forscher das Signal der Wasserlinie des Quasar MG J0414+0534 in elf Milliarden Lichtjahren Entfernung (oben rechts). Das Hintergrundbild zeigt die vier Bilder des Quasars, aufgenommen mithilfe des Hubble-Teleskops. Die Vordergrundgalaxie wirkt als Gravitationslinse und verstärkt das Signal 35-fach. Das Bild der nahen Galaxie M87 (rechts unten) zeigt, wie man sich den Quasar aus der Nähe betrachtet vorstellen könnte. (Mehr dazu beim Max-Planck-Institut)

MPIfR

Mitten in der Eifel steht eines der größten Radioteleskope der Welt: Seit fast 40 Jahren empfängt das Effelsberger Instrument Wellen aus den Tiefen Kosmos, die oft viele Milliarden Jahre alt sind und leistet wichtige wissenschaftliche Grundlagenarbeit.