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Benachteiligte Alemannen zeigen Moral: Pauer trifft in doppelter Unterzahl zum 1:1

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Wie so häufig in den vergangenen Monaten haderten die Waldalgesheimer mit der Leistung des Unparteiischen, in diesem Fall mit David Bittner aus Neuerburg. Die Mängelliste des SVA war lang. In der ersten Hälfte gelang Florian Breitenbach ein Treffer. Der Ball lag frei am Fünfmeterraum. Der Waldalgesheimer drosch das Leder mit großer Vehemenz in die Maschen, touchierte dabei den Torwart. Bittner gab den Treffer wegen gefährlichen Spiels aber nicht. In Hälfte zwei ereignete sich eine vergleichbare Szene. Der glänzend aufgelegte SVA-Torwart Mareck Dörr klärte gegen einen Völklinger und wurde gefoult. Doch statt eines Freistoßes für Waldalgesheim wie zuvor für den Röchling-Torwart gab es einen Eckball. Der flog nach vierminütiger Verletzungsunterbrechung in Dörrs Strafraum. Eugen Koslowski war vor seinem Gegenspieler am Ball und klärte – dachten zumindest die Alemannen. Doch zu ihrer Überraschung gab Bittner Elfmeter für Völklingen.

In der folgenden Rudelbildung erhielt Dominik Kranz die Rote Karte. "Überzogen, er hat nicht beleidigt, sondern lediglich gesagt, dass er sich verpfiffen fühlt", sagte SVA-Coach André Weingärtner. Nach dem Elfmetertreffer und dem Anstoß lief Koslowski ins Abseits. Er holte den Ball und warf ihn den Völklingern zu, traf dabei einen Röchling-Akteur am Rücken. Bittner wertete dies als Tätlichkeit und zückte erneut den roten Karton. "Auch das war überzogen. So kassieren wir aber aus einer Szene, die Freistoß für uns hätte geben müssen, ein Gegentor und zwei Feldverweise", konnte es Weingärtner kaum fassen.

Doch was nun folgte, war nicht weniger bemerkenswert: Die Alemannen ergaben sich nicht in ihr Schicksal, sie wehrten sich auf tolle Art und Weise. "Wie wir anschließend taktisch und läuferisch aufgetreten sind, war grandios. Wir haben keine Chance der Völklinger mehr zugelassen", lobte Weingärtner. "Zudem war mir klar, dass wir nur über eine Standardsituation eine Chance haben würden, zum Ausgleich zu gelangen. Und so kam es." Sascha Kraft wurde an der Mittellinie gefoult. Nach dem langen Schlag sprang Marcel Fennel höher als ein Gegenspieler und der Torwart. Seinen Kopfball wuchtete Felix Pauer aus fünf Metern ebenfalls mit dem Kopf über die Linie (82.). In der restlichen Viertelstunde, darunter sieben Minuten Nachspielzeit, hielt der SVA den Punkt fest. Weingärtner: "Die Situation war so ausweglos, aber die Jungs wirft nichts aus der Bahn. Das macht mich stolz." Diese Einstellung braucht die Alemannia bei acht Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz auch in den nächsten Wochen. olp

SV Alemannia Waldalgesheim: Dörr – Frank, Fennel, Kranz, Stip – Koslowski, Kraft (90.+1 Ludwig), Walther, Schrimb (81. Satici) – Kawachi (70. Pauer), Breitenbach.

So geht's weiter: am Freitag, 19.30 Uhr, gegen SV Elversberg II.

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