Archivierter Artikel vom 01.06.2018, 21:34 Uhr
Nürburgring

Bässe statt Rockriffs: Rapper Casper bringt Ringrocker zum Springen

Zum ersten Mal springt der Ring an diesem ersten Festivalabend kollektiv: Von der Hauptbühne prasseln aber keine harten Rockriffs auf die Menge nieder, sondern Bässe – und Casper gibt den Casanova.

Der Rapper Casper bei Rock am Ring 2018

Jens Weber

Der Rapper Casper bei Rock am Ring 2018

Jens Weber

Der Rapper Casper bei Rock am Ring 2018

Jens Weber

Der Rapper Casper bei Rock am Ring 2018

Jens Weber

Der Rapper Casper bei Rock am Ring 2018

Jens Weber

Der Rapper Casper bei Rock am Ring 2018

Jens Weber

Der Rapper Casper bei Rock am Ring 2018

Jens Weber

Dem von der Kritik geliebten Retter des intelligenten Deutsch-Rap fliegen die Herzen zu. Und Rosen, die er prompt zwischen die Zähne klemmt. So geht Publikumsnähe. Er kämpft, um die Leute. Auch weil es am Ring kein Selbstläufer für ihn ist: Auf der Hauptbühne der sonst großen Rockbands zelebriert er enthusiastisch die Songs seines aktuellen Albums „Lang lebe der Tod“. „Ich bin glücklich, ich hätte nicht gedacht, dass hier so viele Leute stehen“, grüßt er den Ring. Und es dauert eine Weile, bis die Anspannung aus den Gliedern des Rappers weicht, er den Ring in den Griff bekommt. Einige Trommelschläge auf sein Herz später, die zeigen sollen: „Mir geht hier gerade echt die Pumpe“, wird der Kracher „Sirenen“ zum Befreiungsschlag. Tausende knien auf Kommando vor der Bühne nieder, um auf den nächsten Beat in die Höhe zu springen. Und ganz allmählich rappt der Ring. Noch dazu mit einem Überraschungsgast: Felix Brummer, Frontmann der Chemnitzer Kapelle Kraftklub, wird zum Special Support. Sehr sympathisch.

Von unserer Redakteurin Melanie Schröder