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    ASC-Männer: Das Team vom Bodensee hattemehr Tiefe

    1. Regionalliga. Für den ganz großen Coup in dieser Liga waren sie an diesem Abend nicht bereit. Dass die Regionalliga-Basketballer des ASC Mainz am Samstag im Theresianum den Baskets Konstanz mit 62:80 (52:58, 34:44, 22:20) unterlagen, mochten sie allerdings nicht damit begründen, dass die Gäste noch eine Nummer zu groß sein könnten.

    Kevin Luyeye (links) blieb im Abschluss wie viele Mitspieler hinter seinen Möglichkeiten zurück. Dass lediglich Tim Brauner (16) und Willie Whitfield zweistellig punkteten, war ein Problem des ASC Mainz im Spiel gegen Tabellenführer Baskets Konstanz. 
Foto: Michael Bellaire
    Kevin Luyeye (links) blieb im Abschluss wie viele Mitspieler hinter seinen Möglichkeiten zurück. Dass lediglich Tim Brauner (16) und Willie Whitfield zweistellig punkteten, war ein Problem des ASC Mainz im Spiel gegen Tabellenführer Baskets Konstanz.
    Foto: Michael Bellaire

    1. Regionalliga - Für den ganz großen Coup in dieser Liga waren sie an diesem Abend nicht bereit.

    Dass die Regionalliga-Basketballer des ASC Mainz am Samstag im Theresianum den Baskets Konstanz mit 62:80 (52:58, 34:44, 22:20) unterlagen, mochten sie allerdings nicht damit begründen, dass die Gäste noch eine Nummer zu groß sein könnten.

    "Körperlich sind sie uns natürlich schon überlegen", sagte Kevin Luyeye mit Blick auf die Brocken vom Bodensee, allen voran die Center Robinson Louisme und Oumar Sylla. "Aber eigentlich war das heute nicht entscheidend", relativierte der ASC-Flügelspieler. Den Ausschlag habe viel mehr gegeben, "dass wir ein paar Einbrüche in unserer Defense hatten. Hätten wir die Intensität so hochgehalten wie in den ersten beiden Vierteln, wäre das Spiel wohl anders gelaufen".

    Auch sein Trainer beantwortete die Frage nach der zu großen Nummer mit einem klaren "Jein". Qualitativ, sagte Wolfgang Ortmann, sei der Pro-B-Absteiger nicht unbedingt besser bestückt als sein eigenes Team, zumindest nicht auf den vorderen Positionen. "Auch Willie Whitfield ist im Vergleich mit Louisme der bessere, athletischere Mann. Geschlagen haben sie uns heute über die Tiefe ihrer Bank." Tatsächlich hatte die einzige noch ungeschlagene Mannschaft der Liga im Theresianum bei Auswechslungen mehr nachzulegen als die Gastgeber. Den Mainzer Bankspielern fehlte die Effektivität der vorangegangenen Partien. "Außer Felix Dietrich haben sie sich heute ziemlich versteckt", monierte Ortmann. Dietrich, der Youngster im Kader, war Mitte des dritten Viertels gerade vier Sekunden auf dem Feld, als er nach einem Schuss von Alexander Heidbrink reaktionsschnell den Rebound holte und verwertete. Wenig später ließ er einen Dreier zum 49:52 folgen. "Danach hatten sich die Konstanzer allerdings auf ihn eingestellt", bedauerte Ortmann.

    Die Schwierigkeiten, die der ASC im letzten Viertel bekam, hatten sich schon vor dem Seitenwechsel abgezeichnet. Abgesehen von Whitfield waren bis zur Halbzeit alle Mainzer Starting-Five-Akteure schon mit drei Fouls belastet. "Solange wir mit unseren ersten sechs, sieben Leuten gespielt haben, war es ein offener Schlagabtausch", hielt Ortmann fest. "Weder hat der Gegner uns, noch haben wir den Gegner kontrolliert." Es war ein intensives, spannendes Duell auf hohem Niveau, das sich der ASC Mainz und die Holiday Check Baskets Konstanz lieferten mit einigen herausragenden Aktionen auf beiden Seiten. Bei den Gastgebern überzeugte vor allem Tim Brauner mit aufmerksamer Defensive und zielstrebigen Aufbauspiel, Willie Whitfield begeisterte die Fans mit einigen krachenden Blocks und einem nicht minder krachenden Dunking nach feinem Boden-Pass von Johannes Schulz.

    Über die gesamte Spielzeit hinweg vermochten die Mainzer das Niveau jedoch nicht zu halten. Auch, weil sie zu viele freie Würfe verschossen. "Und nach einem Schuss konnte man beobachten, wie außer Willie alle sofort zurückgelaufen sind", merkte Wolfgang Ortmann an, "da war kein Zutrauen da, den Rebound zu bekommen. Da haben wir zu viele Bälle aufgegeben."

    Pech hatten der Trainer mit seinem Plan, den mit vier Fouls belasteten Christian Zander zu Beginn des letzten Viertels aufs Feld zu schicken. "Es war eine 50:50-Entscheidung", erläuterte er. Ihm sei klar gewesen, dass die Mannschaft nur dann noch eine Siegchance habe, wenn Brauner und Zander gemeinsam auf dem Platz stünden. "Wenn Chris noch sechs, sieben Minuten mitmacht und uns im Spiel hält, war es eine gute Entscheidung", sagte Ortmann. "Wenn Chris früh sein fünftes Foul bekommt, war es eine falsche Entscheidung." Zander musste in der 33. Minute runter. Dumm gelaufen, aber an diesem Abend wohl nicht der spielentscheidende Faktor.

    Peter H. Eisenhuth

    Statistik: ASC Mainz - Baskets Konstanz 62:80

    ASC Mainz: Gahr, Brauner (16), Whitfield (15), Zander (7/1 Dreier), Kühlborn, Heidbrink (2), Luyeye (5/1), Koltai (4), Dietrich (5/1), Schulz (8), Adeberg.

    Holiday Check Baskets Konstanz: Muffler, Foth (4), Raschka 82), Leidig (6), Schinke (2), Deifel, Osterwalder (4), Henningsen (24/2), Sylla (17), Menck (1), Stanev (4), Louisme (16).

    Schiedsrichter: Jasson Valiano / Louis Schumann.

    Zuschauer: 400.

    Fünf Fouls: Zander (33.) / Sylla (39.)

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