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    Zweite Liga

    ASC-Frauen: Zu acht war nicht mehr drin

    Auch im dritten Spiel der neuen Saison gehen die ASC-Basketballerinnen als Verliererinnen vom Platz.

    Lange war nicht klar, ob Flügel Lilian Koch überhaupt mitspielen kann: Dann war die Kapitänin trotz Bänderdehnung mit 17 Punkten die ASC-Topscorerin.
Foto: Archiv/Eßling
    Lange war nicht klar, ob Flügel Lilian Koch überhaupt mitspielen kann: Dann war die Kapitänin trotz Bänderdehnung mit 17 Punkten die ASC-Topscorerin.
    Foto: Archiv/Eßling - Bernd Eßling

    Zweite Liga - Alles gegeben, aber nichts mitgenommen: Die Basketballerinnen des ASC Theresianum Mainz warten weiterhin auf den ersten Sieg in der Zweiten Bundesliga Nord.

    Gebeutelt von personellen Ausfällen mussten sich die zu acht angereisten ASC-Frauen bei den TSV Quakenbrück Dragons gestern 61:70 (41:45; 33:24; 18:16) geschlagen geben.

    Wer diese Zahlen nicht kannte und von Dominik Duclervil am Sonntagabend einen Kurzbericht zum dritten Saisonspiel des Zweitligisten bekam, der konnte nicht unbedingt darauf schließen, dass die ASC-Frauen zu dem Nord-Trio gehört, das noch keinen einzigen Saisonsieg auf dem Konto hat. "Die Mädels haben mir sehr viel besser gefallen, als in den ersten beiden Spielen, vor allem in der Einstellung", lobte der ASC-Coach. Und weiter: "Wir haben die Partie über weite Strecken kontrolliert. Wir waren das strukturiertere Team. Auch der Wechsel in der Defense zwischen Mann- und Zonenverteidigung hat sehr gut funktioniert."

    Aber: Diese Leistung hat nicht für einen Erfolg gereicht. "Deshalb gab es auch ein paar Tränen", berichtete Duclervil. "Die Mädels haben wirklich alles gegeben und bis zum Schluss daran geglaubt, den Sieg noch holen zu können." Zweieinhalb Minuten vor Schluss versuchten die Gäste per Stop-the-clock die Partie noch mal zu drehen. Doch näher als auf vier Punkte (60:64) in der 40. Minute kamen die ASC-Frauen nicht mehr ran. Zum einen, weil Gültekin Öszeli, Lilian Koch und Marie Kühnast-Krebühl mit fünf Fouls raus mussten. Aber auch, weil die alles bestimmende Spielerin im TSV-Trikot, US-Aufbau Toby Martin, in den letzten anderthalb Minuten fünf Fouls zog und alle zehn fälligen Freiwürfe sicher verwandelte. Duclervil: "Sie hat das Spiel für Quakenbrück gewonnen."

    Was die ASC-Basketballerinnen anging, war die Leistung der jungen Mannschaft laut Coach aller Ehren wert, nur schwanden mit nur acht Leuten irgendwann die Kräfte. Spielmacherin Elisa Ruhl fehlte verletzt. Dreierschützin Christine Baatz war beruflich verhindert. Und der angedachte Einsatz der langjährigen Zweitligaspielerin Julia Wenderoth scheiterte, weil die Flügelfrau krankheitsbedingt kurzfristig absagen musste.

    Die Aufgabe wurde so nicht leichter, doch die ASC-Frauen begannen ordentlich ("Da waren die Beine noch frischer") und übernahmen sofort die Führung. Die Verteidigung stand sicher und vorne bewiesen die ASC-Frauen Geduld. "Wir haben den Ball gut laufen gelassen und hatten auch am Brett gute Einzelaktionen", erklärte Duclervil. Über ein 16:8 (9.) verteidigten die Gäste bis zur Pause (33:24) ihren Vorsprung. Allerdings zeichnete sich schon im zweiten Viertel ab, dass der ASC sich gegen die gegnerische Pressverteidigung schwer tat.

    Probleme im Ballvortrag, die das Spiel zum Kippen brachten: Zwischen der 24. und 28. Minute (37:41) punkteten alleine die Gastgeberinnen - vor allem über leichte Fastbreakpunkte - und holten sich so die Führung, die sie nicht mehr abgeben sollten. "Wir hatten in dieser Phase große Probleme im Ballvortrag, obwohl Mary und Lili da insgesamt einen Riesenjob gemacht haben", sagte Duclervil. Doch 33 Turnover auf Seiten des ASC sprechen für sich. Zudem gewöhnten sich die Mainzerinnen nicht an die weit abspringenden Bälle vom Ring. "Daher hat Quakenbrück zu viele Offensivrebounds bekommen, obwohl wir die Bretter ansonsten dominiert haben."

    Die drei Niederlagen zum Saisonstart dürfen sich nun nicht in den Köpfen festsetzen, der Auftritt an sich mache aber Mut. "Die Mädels haben über 40 Minuten füreinander verteidigt", sagte Duclervil. "Für uns war einfach nicht mehr drin."

    Katja Puscher

    Statistik: TSV Quakenbrück - ASC Mainz 70:61

    TSV Quakenbrück: Arndt (3/Dreier), Dalton (10), Grevenstette (13), Knopp (3), Kubat (2), (33/2), Potratz, Sokoll-Potratz (6), Theuer.

    ASC Mainz: Belik (2), Delp (2), Georgieva (14), Jandová (15), Koch (17), Kühnast-Krebühl (4), Öszeli (4), Wegner (3).

    Fünf Fouls: - / Koch, Kühnast-Krbeühl, Öszeli.

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