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    ASC-Frauen sind im Angriff so variabel wie selten zuvor

    Zweitliga-Saisonstart - Langjährige Leistungsträgerinnen zurückgeholt, erstmals seit vier Jahren wieder eine US-Amerikanerin im Team, Talente aus der Region angelockt: Trainer Alexander Schoch und der ASC Theresianum Mainz haben einiges dafür getan, um vor dem insgesamt neunten Jahr der Basketballfrauen in der Zweiten Bundesliga Argumente für eine interessante Saison zu liefern. Am Samstag (17.30 Uhr) empfangen die ASC-Frauen zum Auftakt in der Nord-Gruppe ASV Moabit Berlin. 

    In jüngster Zeit hakte es immer wieder im Mainzer Angriffsspiel: Jetzt setzen die ASC-Frauen auf mehr Flexibilität im Abschluss. Sowohl von den Centerinnen mit Gergana Georgieva ...
    In jüngster Zeit hakte es immer wieder im Mainzer Angriffsspiel: Jetzt setzen die ASC-Frauen auf mehr Flexibilität im Abschluss. Sowohl von den Centerinnen mit Gergana Georgieva ...
    Foto: Bernd Eßling

    Spielerinnen und Trainer fiebern der Runde mit einer Mischung aus freudigem Kribbeln und gespannter Ehrfurcht entgegen. Mehr denn je haben die Verantwortlichen die personellen Voraussetzungen geschaffen, von denen beim ASC in den vergangenen drei, vier Jahren geredet wurde: Talente sollen in einem Gerüst von gestandenen Zweitligaspielerinnen für höhere Aufgaben fit gemacht werden. Der Mix macht's. Jetzt gehen die ASC-Frauen mit erfahrenen Leistungsträgerinnen und ehrgeizigen Talenten in ihre zweite Nord-Saison.

    ... als auch von den Außenpositionen um US-Spielmacherin Shanna Suttington (links) geht Gefahr aus.
    ... als auch von den Außenpositionen um US-Spielmacherin Shanna Suttington (links) geht Gefahr aus.
    Foto: Bernd Eßling

    Individuell stark besetzter Kader

    Nicht nur das: Der Kader ist individuell so komplett besetzt wie seit vielen Jahren nicht mehr. Katharina Schnitzlers frühere Rückkehr sorgt auf der Aufbauposition neben US-Frau Shanna Suttington und Youngster Astrid Baumgärtner schneller als geplant für noch mehr Flexibilität. Auf dem Flügel werden die Führungsspielerinnen Maria Neufurth und Conny Berkhoff gefordert und unterstützt von den Nachwuchsleuten um Sunniva Ferri. Noch komfortabler wird die Situation, wenn Lilian Koch nach ihrem Kreuzbandriss (womöglich zur Rückrunde) wieder dabei ist. Unter den Körben führen Gabriela Jandová in ihrem zehnten ASC-Jahr und Gergana Georgieva das Centerduo Anna Lisa Delp (muss am Samstag verletzt passen) und Lisa Floreth heran.

    So weit zur Theorie. Alexander Schoch hat sich seinen Wunschkader gebastelt. Der Coach ist sich der Wirkung bewusst. "Das birgt eine hohe Erwartungshaltung von außen." Bange ist Schoch deshalb nicht. "Die Spielerinnen können das erfüllen", sagt er, ohne sich auf eine Platzierung als Zielsetzung festzulegen. Der 34-Jährige betont stattdessen, sein Team brauche noch Zeit. Identifikationsfiguren, gestandene Zweitligaspielerinnen und junge Rohdiamanten auf der Kaderliste alleine gewinnen noch kein Spiel.

    Ganz abgesehen davon, dass Unwägbarkeiten wie berufliche Verpflichtungen Einzelner (Neufurth, Berkhoff, Schnitzler) oder der sportlich anspruchsvolle Sprung junger Spielerinnen auf Zweitliganiveau (Ferri, Baumgärtner, Amina Pinjic, Tanja Heckmann) die nötige Konstanz zunächst ins Wanken bringen könnten. Auch eine durchwachsene Vorbereitung mit lange Zeit wechselnden Besetzungen in den Trainingseinheiten könnte die ASC-Frauen zunächst noch ins Holpern bringen.

    Neue Variabilität im Angriff

    So wie in den jüngsten Testspielen. Die traditionell verlässliche Verteidigung klappte bisher nur in Auszügen. Mit dem Reboundverhalten war Schoch gar nicht einverstanden. Und offensiv sucht der ASC noch nach dem Schlüssel, um die Stärken jeder Einzelnen gekonnt in Szene zu setzen. Denn die offensive Qualität könnte die Überschrift für diese Saison sein: Die Mainzerinnen sind vorne so variabel wie selten zuvor. "Wenn ein, zwei Spielerinnen vom Gegner rausgenommen werden, können andere punkten." Ein Argument, um sich auf einen Play-off-Platz schieben zu können.

    Das über viele Jahre centerlastige Angriffsspiel dürfte sich etwas auf die Außenpositionen verlagern. Sowohl aus der Distanz als auch mit Tempo von den Flügeln werden die ASC-Frauen in der neuen Saison wohl gefährlicher. Vorerst meldet der Trainer wieder Zurückhaltung an. "Diese Spielweise muss sich erst festigen", sagt Schoch. Überzeugung und Selbstvertrauen müssen wachsen. "Es steckt viel drin in den Mädels, aber noch ist die Handbremse gezogen." Wieder braucht der ASC noch Zeit. Darauf stellt sich der Trainer ein. Helfen bei der Entwicklung würde ein Erfolg am Samstag. Schoch: "Wir wollen einen guten Anfang hinkriegen."

    Z Ein Abschied zum Auftakt: Flügelspielerin Marie Kühnast-Krebühl verabschiedet sich nach der Partie gegen Moabit Berlin studienbedingt Richtung Bayreuth.

    Katja Puscher

    Der Kader 2012/13:

    • Astrid Baumgärtner, A, 17 Jahre
    • Cornelia Berkhoff, F, 28 Jahre
    • Anna Lisa Delp, C, 19 Jahre
    • Sunniva Ferri, F, 15 Jahre
    • Lisa Floreth, F/C, 24 Jahre    
    • Gergana Georgieva, F/C, 25 Jahre
    • Tanja Heckmann, F, 18 Jahre
    • Gabriela Jandová, C, 38 Jahre
    • Maria Neufurth, F, 24 Jahre
    • Lilian Koch, F, 21 Jahre
    • Amina Pinjic, F, 16 Jahre
    • Katharina Schnitzler, A, 25 Jahre
    • Shanna Suttington, A, 22 Jahre

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