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    600 Studenten finden keinen Wohnheimplatz

    Verzweifelte Anrufer muss das Studierendenwerk Mainz vertrösten. Denn kurz vor Semesterbeginn sind die Plätze in den acht Wohnheimen belegt. Gerade mal zehn Prozent der Studenten kommen in allen Einrichtungen, private eingerechnet, unter.

    Mainz – Verzweifelte Anrufer muss das Studierendenwerk vertrösten. Denn die Plätze in den Wohnheimen sind alle belegt. Gerade mal zehn Prozent der Studenten kommen unter.

    Kurz vor Beginn des Wintersemesters haben es Studenten in Mainz schwer. Bezahlbarer Wohnraum ist knapp, und die begehrten Wohnheimplätze des Studentenwerks und die privater Anbieter reichen gerade mal für knapp zehn Prozent der rund 40 000 Mainzer Uni- und FH-Studenten.

    Die Nachfrage ist enorm. Jeder Platz in den acht Wohnheimen des Studierendenwerks ist belegt: "Das, was wir hatten, wurde uns sofort aus der Hand gerissen", berichtet der Geschäftsführer des Mainzer Studierendenwerks, Matthias Griem. 600 Namen stehen auf der Warteliste: "Und die wird immer länger", sagt Griem. Seine Mitarbeiter erreichen in dieser Woche zusätzlich Anrufe von verzweifelten Studenten, die im Nachrückverfahren einen Platz über die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) in Mainz bekommen und jetzt kein Dach über dem Kopf haben.

    Wohnraum ist Mangelware

    Bezahlbare Wohnungen auf dem privaten Markt sind knapp und kaum innerhalb kurzer Zeit zu ergattern. Das Studierendenwerk vertröstet Anrufer auf das nächste Semester und versucht, sie bei privaten Vermietern unterzubringen, die ihre Adresse hinterlassen haben.

    Die Situation ist angespannt, und das, obwohl in einigen Wohnheimen die Sanierung abgeschlossen ist und es damit deutlich mehr Plätze gibt als noch vor einem Jahr. Genau 2784 sind es zurzeit vom Studierendenwerk, plus etwa 1000 von privaten Anbietern. Die Anlage im Münchfeld mit 100 Plätzen ist saniert und wird kommende Woche eröffnet. Und das K3 mit 513 zusätzlichen Plätzen hat in diesem Jahr auf dem Campus der Fachhochschule eröffnet. Allerdings wird das Inter II mitten auf dem Campus noch umgebaut; von rund 530 Plätzen sind nur 70 bewohnbar.

    Für Griem steht fest: "Wir müssen etwas tun. Denn im Rhein-Main-Gebiet gibt es einen sehr engen Wohnungsmarkt." Das Studierendenwerk Mainz will darum in den nächsten Jahren neue Wohnheime errichten und setzt auch auf Angebote privater Einrichtungen, um die Situation zu entschärfen. Griem mutmaßt, dass zwischen 500 und 1000 neue Plätze in Mainz geschaffen werden müssen. Frühere Schätzungen lagen bei etwa 300 Plätzen. Wie hoch der Bedarf genau ist, prüft das Studierendenwerk zurzeit – erste Ergebnisse sollen noch im Herbst vorliegen.

    Ersatz für Inter I geplant

    Fest steht, dass Ersatz für das Inter I mit 196 Plätzen geschaffen wird. Denn das Gebäude wird demnächst zum Medienhaus umfunktioniert und ist nur noch etwa für ein Jahr bewohnbar. Zum Sommersemester 2012 soll dafür ein neues Wohnheim eröffnen, der Standort steht laut Griem aber noch nicht fest.

    Eine kleine Chance haben Studenten auf den vorderen Rängen der Warteliste noch. Einige Plätze werden im Inter II auf dem Campus frei, frühestens im November. Dann sollen einige der rund 450 Plätze fertig saniert sein.

    Anna Kröning

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