Archivierter Artikel vom 31.10.2016, 06:00 Uhr

1964: Der Tod August Sanders

Der Herdorfer Fotograf August Sander stirbt am 20. April in Köln. Mit ihm geht eine hochgeschätzte Persönlichkeit, die dem Kreis Altenkirchen weltweite Beachtung geschenkt hat.

Der Kreis Altenkirchen feiert in diesem Jahr sein 200-jähriges Bestehen. Unsere Zeitung blickt auf die bewegte Geschichte zurück. An 200 Tagen erinnern wir an 200 prägende Ereignisse.
Der Kreis Altenkirchen feiert in diesem Jahr sein 200-jähriges Bestehen. Unsere Zeitung blickt auf die bewegte Geschichte zurück. An 200 Tagen erinnern wir an 200 prägende Ereignisse.

Sander wird am 16. November 1876 in Herdorf geboren und arbeitet nach der Volksschule als „Haldenjunge“ in den umliegenden Gruben. Dort assistiert er einem Fotografen der Bergwerksgesellschaft. Mit finanzieller Hilfe eines Onkels kann sich Sander seine erste Fotoausrüstung kaufen und ein Labor einrichten.

Ab 1904 ist er Alleineigentümer eines Ateliers in Linz an der Donau, 1910 übersiedelt er mit seiner Familie nach Köln. Er knüpft Kontakte zu den „Kölner Progressiven“, einer Gruppe avantgardistisch wirkender Künstler, die er teils für seinen Zyklus „Menschen des 20. Jahrhunderts“ porträtiert. Da sein Kölner Studio 1944 zerbombt wird, zieht er nach Kuchhausen bei Leuscheid und bringt seine wichtigsten Arbeiten in Sicherheit. Sander gilt als Vertreter der „Neuen Sachlichkeit“.

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