Archivierter Artikel vom 05.10.2016, 06:00 Uhr

1942: Die Deportationen

Es ist das Jahr vieler Juden-Deportationen. Ab dem 22. März werden 14 jüdische Bürger aus Altenkirchen in die Nähe von Warschau gebracht. Sie sterben in den Konzentrationslagern von Isbica, Zamosc, Piaski, im Warschauer Getto oder in den Vernichtungsstätten Sobibor und Treblinka.

Der Kreis Altenkirchen feiert in diesem Jahr sein 200-jähriges Bestehen. Unsere Zeitung blickt auf die bewegte Geschichte zurück. An 200 Tagen erinnern wir an 200 prägende Ereignisse.
Der Kreis Altenkirchen feiert in diesem Jahr sein 200-jähriges Bestehen. Unsere Zeitung blickt auf die bewegte Geschichte zurück. An 200 Tagen erinnern wir an 200 prägende Ereignisse.

Ab dem 28. April werden 15 weitere Juden in das sogenannte „Altersgetto“ Theresienstadt gebracht, wo sie ermordet werden. Am 22. Juli erfolgt der Abtransport des letzten in der Kreisstadt verbliebenen jüdischen Ehepaares Albert und Jeanette Abraham. Sie werden über Köln ebenfalls nach Theresienstadt gebracht. Das Nationalblatt meldet: „Heute Abend haben die beiden letzten Juden, die noch die Kreisstadt verunzierten, diese verlassen. Und jetzt wird ordentlich gelüftet, dass auch der letzte Geruch verschwindet“. Einige jüdische Familien aus dem Kreis sind zu diesem Zeitpunkt bereits ausgewandert, andere schaffen es nicht mehr.

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