Archivierter Artikel vom 04.10.2016, 06:00 Uhr

1941: Die Euthanasie

Die Euthanasie, also die systematische Ermordung von Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen oder psychischen Beeinträchtigungen, betrifft auch den Kreis Altenkirchen. Zwischen dem 13. Januar und dem 1. September werden in Hadamar 10 124 Menschen nach Einweisung durch ihre Pflegeheime durch Gas getötet, darunter auch Bürger des Kreises.

Der Kreis Altenkirchen feiert in diesem Jahr sein 200-jähriges Bestehen. Unsere Zeitung blickt auf die bewegte Geschichte zurück. An 200 Tagen erinnern wir an 200 prägende Ereignisse.
Der Kreis Altenkirchen feiert in diesem Jahr sein 200-jähriges Bestehen. Unsere Zeitung blickt auf die bewegte Geschichte zurück. An 200 Tagen erinnern wir an 200 prägende Ereignisse.

Vor den Angehörigen und der Öffentlichkeit wird die Tötung geheim gehalten. Die Sterbedaten und die Sterbeursachen werden gefälscht und den Standesämtern nur mit Verspätung mitgeteilt. Auch die Zwangssterilisation, die zur Verwirklichung der nationalsozialistischen Rassenideologie beitragen soll, ist ein Thema. Das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ tritt schon 1934 in Kraft. Zu den Erbkrankheiten zählen unter anderem Schizophrenie, manisch-depressives Irresein, erbliche Fallsucht, erbliche Blindheit und erblicher Alkoholismus.

Alle Serienteile lesen Sie unter www.ku-rz.de/ak200

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