Archivierter Artikel vom 25.06.2016, 06:00 Uhr

1855: Der Aktenverkauf

Altenkirchens Bürgermeister Lietzmann verkauft Aktenmaterial aus dem Schlossarchiv an die Papierfabrik Jagenberg. Der Umfang dieser in der damaligen Zeit durchaus üblichen Wiederverwertungs-Aktion ist aus heutiger Sicht ebenso wenig abzuschätzen wie die Kriterien, nach denen das Aktenmaterial aussortiert wurde.

Der Kreis Altenkirchen feiert in diesem Jahr sein 200-jähriges Bestehen. Unsere Zeitung blickt auf die bewegte Geschichte zurück. An 200 Tagen erinnern wir an 200 prägende Ereignisse.
Der Kreis Altenkirchen feiert in diesem Jahr sein 200-jähriges Bestehen. Unsere Zeitung blickt auf die bewegte Geschichte zurück. An 200 Tagen erinnern wir an 200 prägende Ereignisse.

Im Folgejahr 1856 wird das Schloss 1856 wegen Baufälligkeit geschlossen und das Archivgebäude des Komplexes abgerissen. Aus dessen Steinen wird ein Gefängnis gebaut. Im August 1862 gibt es einen öffentlichen Bietertermin für den Abriss der restlichen zwei Schlossflügel (corps de logis und Münzflügel).

Den Zuschlag erhalten der Altenkirchener Jakob Davis und der Oberölfener Peter Schäfer. Sie müssen jeweils 100 Taler an die Regierungshauptkasse zahlen, dürfen nach der Niederlegung das Abbruchmaterial aber selbst verwerten. Der Abriss erfolgt noch im Jahr 1862. Aus dem Abbruchmaterial wird die Rektoratsschule gebaut.

Alle Serienteile lesen Sie unter www.ku-rz.de/ak200

nsi