Archivierter Artikel vom 17.04.2013, 12:18 Uhr

0:1 im Pokalkrimi: Salmrohr bestraft Neitersens Patzer eiskalt

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Der Favorit versuchte von Beginn an, der Partie – den klaren Vorzeichen entsprechend – seinen Stempel aufzudrücken. Doch die Elf von der „Emma“ nahm den Kampf tapfer an. Die Viererkette mit Carsten Rein und Fehd Mestiri außen sowie Frank Bischoff und Florian Wirths innen, die in dieser Besetzung wohl noch nie zusammengespielt hat, fand schnell die richtige Abstimmung und verhinderte durchaus geschickt, dass die dominanten Salmrohrer im Strafraum zu nennenswerten Torchancen kamen.

Wenn es gefährlich wurde, dann aus der Distanz – und gerne auch im Minutentakt. Alexander Adrian machte in der 16. Minute den Anfang, scheiterte aber ebenso am überragenden Jan Humberg wie nach ihm Daniel Petersch (17.) und Gustav Schulz (18.). Der SG-Torwart klärte bei allen drei Fernschüssen zur Ecke. Auch als Petersch es nach gut einer halben Stunde von der Strafraumkante aus probierte, war Humberg zur Stelle. Dafür gab's später sogar ein Lob von Gästetrainer Patrick Klyk: „Neitersens Torwart war überragend, er hat dafür gesorgt, dass wir das Spiel nicht schon in der ersten Halbzeit für uns entschieden haben.“ Klyks Mannschaft ließ aber nicht locker, drängte weiter, um noch vor der Pause in Führung zu gehen. Was fehlte, war die Präzision im Abschluss. Robin Mertinitz vergab aus acht Metern (40.), ehe Pascal Meschak nach einem Kopfball von Daniel Scharps zu ungenau nachlegte (45.).

Nach dem Wechsel verlagerte der Drittletzte der Rheinlandliga das Spielgeschehen mehr und mehr in die Hälfte des Oberliga-Spitzenreiters und kam zumindest zu einigen Standardsituationen. Umso ärgerlicher: Nach einem zu kurz geratenen Rückpass von Sebastian Weßler reagierte Florian Wirths nicht so schnell wie Mertinitz, der den Ball mitnahm, Humberg umkurvte und zum 0:1 einschob (72.). Neitersens Keeper hatte kurz zuvor im Mittelpunkt gestanden, als er bei einem Konter der Gäste Daniel Petersch energisch stoppte – und der Unparteiische Matthias Vogel nicht auf Notbremse entschied.

Die einzige Torchance der Gastgeber in der 76. Minute: Carsten Rein setzte sich auf rechts durch und passte auf Marco Scholz, der aus zehn Metern jedoch an Sebastian Grub im FSV-Kasten scheiterte. „Schade ist, wie wir das Spiel verloren haben“, sagte hinterher Torsten Gerhardt. „Diesen Gegentreffer haben wir uns selbst eingehandelt. Was zählt, ist aber, dass wir uns als richtige Mannschaft präsentiert haben.“ Désirée Birk/ros

Neitersen/Altenkirchen: Humberg – Rein (84. Hermann), Bischoff, Wirths, Mestiri – Heuthen, F. Sander – Weßler, T. Sander, Scholz – Hees (75. Niedergesäß).

Salmrohr: Grub – Petersch, Kühne, Meschak, Mees – Schulz, Schraps (88. Zwick) – Mertinitz, Adrian, Bauer (46. Schottes) – Baier (84. Meerfeld).

Schiedsrichter: Matthias Vogel (Malberg) – Zuschauer: 100.

Tor: 0:1 Robin Mertinitz (72.).

Beste Spieler: Humberg, Rein, Mestiri – Petersch, Mertinitz.