Archivierter Artikel vom 14.11.2014, 09:57 Uhr
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Einwurf: Die letzte Hoffnung stirbt zuletzt

Der Fußball-Weltverband Fifa hat durch die Fifa-Ethikkommission feststellen lassen, dass bei der WM-Vergabe nach Russland 2018 und Katar 2022 alles mit rechten Dingen zugegangen ist. So weit, so wenig überraschend. Zwar lief nicht alles supersauber, aber das gehört offenbar ja schon zum normalen Fifa-Tagesgeschäft.

RZ-Sportressortleiter Jochen Dick
RZ-Sportressortleiter Jochen Dick

Jochen Dick zum Fifa-Bericht über die WM-Vergabe

Die Austragung der beiden äußerst umstrittenen Turniere ist damit endgültig und unabwendbar. Jeder Fußball-Fan, der noch insgeheim gehofft hatte, dass Rechtsbewusstsein, Moral und Menschenverstand Einzug halten würden in die Fifa-Gremien, muss sich ein für allemal damit abfinden, dass Russland und vor allem Katar WM-Ausrichter sein werden. Es war ohnehin äußerst unwahrscheinlich, dass dem Wüstenstaat, der klimatisch, atmosphärisch und moralisch so wenig zum WM-Veranstalter taugt, diese Weltmeisterschaft noch aberkannt werden würde. In jenem Falle wäre die Fifa von den Katarern mit Schadensersatzforderungen in Milliardenhöhe überzogen worden. Und das hätte selbst den betuchten Fußball-Weltverband vor riesengroße Probleme gestellt.

E-Mail an den Autor: jochen.dick@rhein-zeitung.net