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Einwurf: Der Fehler liegt im System

Gut für Sebastian Vettel, dass er kein Arbeitnehmer wie jeder andere ist. Denn wer Anweisungen von Vorgesetzten wissentlich ignoriert, bekommt in normalen Firmen schnell eine Abmahnung, im Wiederholungsfall droht die Kündigung. Was dazu führt, dass im Einzelfall auch groteske Aufträge erledigt werden. Vettel soll als Rennfahrer zum Beispiel nicht überholen, tut es aber doch.

Sven Sabock zur Teamorder in der Formel 1
Sven Sabock zur Teamorder in der Formel 1

Ernsthafte Sanktionen hat er indes nicht zu befürchten, der Dreifach- Weltmeister wird nun allenfalls als Egomane der Piste geächtet, der unbarmherzig seinen Erfolg sucht. Das Dilemma dahinter: Die Ereignisse von Malaysia zeigen einmal mehr auf, dass sich in der Parallel-Welt Formel 1 die übergeordneten Interessen der Teams nur selten mit denen von PS-getriebenen Individualsportlern in Einklang bringen lassen.

Nichts anderes sind die waghalsigen Piloten, die im Streben nach Ruhm und Ehre sogar ihr Leben riskieren. Das Auto und der Rennstall sind da nur Mittel zum Zweck. Der Versuch der Ingenieure, die Kontrahenten mit einer Teamorder zu disziplinieren, mag nachvollziehbar sein, zeigt aber auch, dass im Gerangel der Konzerne der eigentliche Wettkampfgedanke auf der Strecke bleibt – der besagt, dass am Ende schlicht und ergreifend der Schnellste als Erster über die Linie fährt.

Sebastian Vettel ist letztlich nur seinem Urinstinkt als Rennfahrer gefolgt. Der eigentliche Fehler liegt im System, nicht bei den Piloten. Und wir lernen: Die Formel 1 taugt nicht wirklich als leuchtendes Beispiel für Moral und Fairness.

E-Mail an den Autor: sven.sabock@rhein-zeitung.net

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