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    München

    3:2 als Stimmungsaufheller: Bayern verabschieden sich mit Würde

    Der FC Bayern wird im kommenden Jahr einen neuen Versuch unternehmen müssen, die Champions League zu gewinnen. Anno 2015 bleibt den Münchnern nur der Trost, gegen einen FC Barcelona ausgeschieden zu sein, der in diesen Tagen Fußball nahezu in Vollendung zelebriert.

    Wenn die anderen jubeln ... Bayerns Thomas Müller (rechts) und Thiago nehmen das Ausscheiden in der Königsklasse betrübt zur Kenntnis. 
    Wenn die anderen jubeln ... Bayerns Thomas Müller (rechts) und Thiago nehmen das Ausscheiden in der Königsklasse betrübt zur Kenntnis. 

    Aus München berichtet unser Redakteur Sven Sabock

    Nach dem 3:0 vor Wochenfrist zeigten die Spanier im Halbfinal-Rückspiel ihre außergewöhnliche Klasse und zogen letztlich souverän ins Finale am 6. Juni in Berlin ein. Immerhin: Mit einem 3:2 gelang dem eigentlich so stolzen FC Bayern um Trainer Pep Guardiola zumindest ein ehrenvoller Abschied aus der Königsklasse.

    An einem herrlichen Frühlingstag, an dem die Münchner in Cafes und Biergärten die Leichtigkeit des Seins genossen, schien es für einen Moment, als könnte das Ganze in einem historischen Abend münden. Die Bayern starteten den Versuch, die Gratwanderung zwischen maximaler Offensive und größtmöglicher Kontrolle zu meistern. Ähnlich wie gegen den FC Porto im Viertelfinale war das frühe 1:0 durch Medhi Benatia durchaus dazu angetan, den Glauben an ein Wunder aufrechtzuerhalten. Der Marokkaner kam in der 7. Minute nach einer Ecke erstaunlich frei zum Kopfball, die Aufholjagd konnte beginnen.

    Eine Illusion. Weil der FC Barcelona nicht der FC Porto, sondern eine Mannschaft mit außergewöhnlichen Einzelkönnern ist, sahen sich die Münchner nach einer halben Stunde all ihrer Hoffnungen beraubt. Verantwortlich dafür waren die „drei Tenöre“, wie das Barca-Angriffstrio Lionel Messi, Neymar und Luis Suarez in Spanien voller Bewunderung genannt wird. In der 15. Minute hebelte ein genialer Pass von Messi auf Suarez die Bayern-Abwehr aus, der Uruguayer passte auf Neymar, der in der Mitte nur noch einschieben musste - Fußball kann manchmal ganz einfach sein. Nach knapp einer halben Stunde gab's das Gleiche noch mal zu bestaunen, als Suarez auf und davon war und Neymar den zweiten Treffer auflegte. Zwei Tore, wie am Reißbrett entworfen, bei denen die Münchner Hintermannschaft die besten Plätze im Stadion hatte.

    Nun war es nicht so, dass die Treffer Guardiola und die Seinen vollends gesc ©a hockt hätten. Die Bayern-Profis sahen sich an der Ehre gepackt und ignorierten kurzerhand das Ergebnis. Das Aus war längst beschlossene Sache, der Fatalismus half, sich etliche Torchancen zu erspielen. Dass Thomas Müller oder Robert Lewandowski gleich mehrfach das Ziel verfehlten oder an Barca-Torwart Marc-Andre ter Stegen scheiterten, stand freilich sinnbildlich für das insgesamt ungleiche Duell zweier Schwergewichte in Europa. Hier das verzweifelte Anrennen, dort die gnadenlose Effizienz vor dem gegnerischen Tor.

    Dass der FC Barcelona derzeit eine andere Hausnummer ist, erkannten offenbar auch die Zuschauer, die nach dem 1:2 zur Pause freundlich applaudierten. Die Stimmung blieb wohlwollend, auch weil Lewandowskis Treffer zum 2:2 (59.) als Lohn für das Engagement gewertet werden konnte. In der 74. Minute legte Müller sogar noch das 3:2 nach und sorgte für ein halbwegs versöhnliches Ende aus Sicht der Bayern - die Fans feierten ihre müden Helden. Der Erfolg gegen Barcelona ändert freilich nichts an der Großwetterlage, die an der Säbener Straße in München den kommenden Wochen gewittrig bleibt.

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