Archivierter Artikel vom 09.06.2011, 17:00 Uhr
Koblenz

TuS-Trainer Sander steht vor dem Abschied

Bleibt er, oder bleibt er nicht? Während die Verantwortlichen Sponsorengelder für die Regionalliga-Lizenz aufzutreiben versuchen, hoffen die Fans noch immer, dass Trainer Petrik Sander auch eine Etage tiefer zur Verfügung steht – falls die TuS grünes Licht vom DFB bekommt.

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Koblenz. Bleibt er, oder bleibt er nicht? Während die Verantwortlichen von (Ex-)Fußball-Drittligist TuS Koblenz fieberhaft daran arbeiten, die nötigen Sponsorengelder für die angestrebte Regionalliga-Lizenz aufzutreiben, haben die Fans die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass Trainer Petrik Sander auch eine Etage tiefer zur Verfügung steht – falls die TuS denn grünes Licht vom DFB bekommen sollte.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der 50-Jährige tatsächlich (wieder einmal) einen Neuaufbau auf dem Oberwerth beginnt, ist aber nach wie vor sehr gering – zu vage sind die Aussichten für die kommenden Wochen und Monate.

„Ich schließe nichts aus“

Immerhin, ein klares Nein ist von Sander noch nicht zu vernehmen. „Ich schließe nichts aus“, wäre der Coach grundsätzlich auch bereit, in der 4. Liga zu arbeiten, sofern das Ganze mit einer Perspektive einher geht. „Vielleicht bietet sich ja noch eine Chance“, sagt Sander mit Blick auf die Rettungsbemühungen der TuS, schränkt aber deutlich ein: „Diese Chance sehe ich kaum. Es ist sehr schwer vorstellbar, dass ich in Koblenz bleibe.“

Trotz Erfolgs vor einem Scherbenhaufen

Die Zeichen stehen also mehr denn je auf Abschied. Was nicht verwundert, schließlich steht der Fußball-Lehrer trotz erfolgreicher Arbeit vor einem Scherbenhaufen. Der Ausverkauf der jungen Mannschaft, die in der Dritten Liga eigentlich den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung machen sollte, ist längst im Gange und nicht mehr zu stoppen. In Manuel Hornig und Johannes Rahn (beide zu Arminia Bielefeld) haben sich die ersten Leistungsträger verabschiedet, weitere werden folgen.

Von zwischenzeitlicher Aufbruchstimmung ist nichts übrig geblieben

Der Trainer selbst hat offenkundig noch keinen neuen Arbeitgeber – dennoch ist ein Wechsel oder eine Auszeit wahrscheinlicher als ein weiteres Engagement in Koblenz. Von der zwischenzeitlichen Aufbruchstimmung ist auch bei Petrik Sander nichts übrig geblieben. Und das offizielle Ende seiner Amtszeit wohl nur eine Frage von Tagen.

Von unserem Redakteur Sven Sabock