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Simmern

Beste Hunsrücker Läuferin lebt vegan und räumt mit Vorurteilen auf

Beim Silvesterlauf in Waldböckelheim war die Neuerkircherin Sabine Rech wie so oft bei Läufen in der Region und darüber hinaus schnellste Frau (wir berichteten), nur vier Männer waren schneller als Rech. Für das neue Jahr hat sich die seit Jahren beste Hunsrücker Ausdauerathletin einiges vorgenommen – und das ohne tierische Nahrung.

Sabine Rech
Sabine Rech
Foto: Sabine Rech

Frau Rech, ein neues Jahr steht an. Was sind Ihre sportlichen Ziele?

Erst mal wechsele ich nun in die Altersklasse W 50. Das ist schon eine Zahl. Aber besonders die vergangenen zwei Jahre haben gezeigt, dass man gerade auf der Langstrecke noch etwas „reißen“ kann. Eine „39“ auf einer amtlich vermessenen Strecke über zehn Kilometer wäre toll, die „40“ zu halten aber ebenso. Das Jahr startet mit einer Crosslaufserie, die ich bereits zweimal in Folge gewonnen habe. Dann geht es über in die Volks- sowie Straßenläufe und diversen Meisterschaften.

Die Sie oft gewinnen, in Ihrer Altersklasse sowieso. Dafür müssen Sie fit sein, womit wir bei einem speziellen Thema wären: Sie ernähren sich vegan, das heißt frei von jeder tierischer Kost. Der gemeine Fleischfresser fragt sich da: Geht das, vor allem, wenn man Marathon und solche Distanzen läuft?

Wie man sieht. Die Menschen leben in Traditionen, da fällt ein Perspektivenwechsel schwer. Aber mein Gesundheitszustand sowie meine sportlichen Erfolge über nun fast 20 Jahre lassen sicher keinen Zweifel zu, dass eine ausgewogene Pflanzenkost gesund ist.

Welchen Vorurteilen sehen Sie sich gegenüber und welche können Sie davon locker entkräften?

Dem Vorurteil, der Mensch müsse tierisches Eiweiß essen. Viele reden und argumentieren, aber mehr als 90 Prozent der Menschen setzen sich natürlich nicht wissenschaftlich mit dem Thema Ernährung auseinander. Die Begriffe „Bioverfügbarkeit“ oder „essentielle Aminosäuren“ kennen wohl die wenigsten Besserwisser. Für mich stellt sich eher die Frage, wie so viele Menschen so lange überleben, die massiv übergewichtig sind und von Fast Food leben...

Also sind Sie nicht oft krank, fühlen sich schlapp und haben keine Lebensqualität?

Im Gegenteil. Die Lebensqualität steigt, meine Laborwerte sind absolut top. Das gute Gefühl, sich nicht an der Massentierhaltung mit all ihren Folgen zu beteiligen, ergänzt die gute Lebensqualität.

Haben Sie ein Lieblingsgericht, das jedem Nicht-Veganer schmecken würde?

Ich liebe Tzatziki mit viel Knoblauch und Pellkartoffeln. Als ich vor nun fast sieben Jahren von meiner mehr als 30-jährigen vegetarischen Lebensweise auf vegan umgestellt habe, musste ich mir schnell eine Alternative einfallen lassen. Die Zubereitung ist ganz einfach, indem man Soja-Naturjoghurt verwendet. Geht schnell, erhöht in Kombination mit den Kartoffeln die Eiweißverwertung und schmeckt super. Das schmeckt bestimmt jedem Mischköstler. Und wenn ich Kuchen ohne Eier und Milch backe, merkt niemand einen Unterschied. Meist wird ein Urteil ja auf der Grundlage eines Vorurteils gefällt.

Die Fragen stellte Mirko Bernd

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