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Kleinich

Ab sofort: Cehajic Trainer bei Irmenach

Überraschende Veränderung auf dem Trainerposten bei Handball-Rheinlandligist HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch: Jutta Holl hat ihr Amt vor dem 39:25-Heimsieg gegen den TV Bassenheim niedergelegt. Neuer Coach ist der bosnische Ex-Profi Mirza Cehajic, der zwischen 2013 und 2016 den Oberligisten HSG Kastellaun/Simmern betreute und seitdem in Simmern wohnt.

Mirza Cehajic (rechts) ist wieder zurück im Handball-Geschäft und hat die HSG Irmenach als Trainer übernommen. Dort trifft er auf Korab Mulliqi (Zweiter von rechts), den er schon in Kastellaun/Simmern als Spieler unter seinen Fittichen hatte.  Foto: B&P Schmitt
Mirza Cehajic (rechts) ist wieder zurück im Handball-Geschäft und hat die HSG Irmenach als Trainer übernommen. Dort trifft er auf Korab Mulliqi (Zweiter von rechts), den er schon in Kastellaun/Simmern als Spieler unter seinen Fittichen hatte.
Foto: B&P Schmitt

Jutta Holl, die seit vergangener Woche im Urlaub ist und das Heimspiel gegen Bassenheim sowieso verpasst hätte, könne „aufgrund steigender beruflicher Verpflichtungen und aus privaten Gründen einfach nicht mehr die Zeit und Energie aufbringen, die die Arbeit mit der Mannschaft verdient hätte. Somit möchte sie noch rechtzeitig für die laufende Saison den Platz freimachen für einen Nachfolger“, heißt es in einer Irmenacher Presseerklärung.

„Mit ihrem Rücktritt hat Jutta wieder einmal ihre eigenen Interessen hinter die der Mannschaft gestellt, das verdient alle Achtung“, sagt der Sportliche Leiter Bernd Kirst, der als HSG-Geschäftsführer aufgehört hat. Etwas mehr als vier Jahre war die frühere Bundesliga-Spielerin Holl in Kleinich tätig. Nach drei Jahren bei den Frauen der HSG Hunsrück übernahm die Kirchbergerin im Sommer 2016 die Irmenacher Männer.

Seit April 2016 und nach der Entlassung in Kastellaun war Mirza Cehajic ohne Klub gewesen. Im Sommer übernahm der Bosnier, der Kastellaun innerhalb von zwei Jahren von der Verbandsliga über die Rheinlandliga in die Oberliga führte, die C-Junioren der JSG Hunsrück, die meistens in Kleinich spielen. So konnten sich die Irmenacher Verantwortlichen noch besser ein Bild von Cehajic machen. „Wir sind froh, in Mirza einen absoluten Profi im Handballgeschäft mitten in der Saison gefunden zu haben, der die Mannschaft zu einem vorderen Platz in der Rheinlandliga führen kann. Mirza kennt viele Spieler aus der Jugend und die Spieler kennen Mirza, das dürfte eine hervorragende Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit sein“, sagt der neue HSG-Geschäftsführer Bernd Everding.

Cehajic hat sein erstes Training schon am Montag geleitet, sein Debüt findet am 1. November im Pokal-Achtelfinale bei Landesligist St. Matthias Trier statt. Das erste Meisterschaftsspiel mit dem Ex-Profi, der 67 Länderspiele für Bosnien bestritt und in der Bundesliga für Minden und Wilhelmshaven spielte, geht am 4. November in Kleinich gegen Bendorf über die Bühne. „Ich sehe mich als Übergangslösung, plane nur bis zum Ende der Saison“, sagt Cehajic, „eine langfristige Zusammenarbeit habe ich abgelehnt.“ Auch, weil niemand weiß, ob es 2018/19 zur geplanten Kooperation mit der SG Gösenroth kommt. Das Projekt „HSG Hunsrück“ im Männerbereich liegt momentan auf Eis.

Mit 4:6 Punkten hinkt Irmenach in der Tabelle schon weit hinter den Top-Teams Urmitz, Bad Ems/Bannberscheid und MJC Trier hinterher. „Der Zug ist abgefahren nach oben. Wenn wir da noch hinkommen wollen, müssen wir bis zum letzten Spieltag ja fast alle Spiele gewinnen“, sagt Cehajic. Den Ehrgeiz hat der Bosnier: „Die Mannschaft ist gut besetzt, wenn die Jungs mitziehen, ist alles machbar.“

Der Trainingsfleiß dürfte das große Problem werden – und das weiß auch Cehajic: „Ich will keine Kritik üben, aber die Mannschaft ist, was Kondition und Kraft angeht, auf einem ganz niedrigen Niveau.“ Als erste Maßnahme wird Cehajic das Trainingspensum erhöhen. Statt zweimal müssen die Irmenacher Akteure nun mindestens dreimal pro Woche antanzen. „Ich habe klare Worte an die Jungs gerichtet: Ohne Training geht es nicht“, sagt der 38-Jährige: „Ich bin selbst gespannt, wie es jetzt anläuft.“ Selbst mitspielen wird Cehajic nicht: „Ich spiele nicht mehr, das ist vorbei.“

Kantersieg gegen Bassenheim

Geburtstagskind Timo Stoffel und Korab Mulliqi coachten gegen Bassenheim das Team. Stoffel wird wie bei Holl auch Cehajics Co-Trainer sein. Mulliqi wurde als spielender Co-Trainer im Sommer aus Kastellaun verpflichtet, er wird unter Cehajic nur noch Spieler sein. Beim 39:25 tat sich Irmenach im ersten Durchgang mehr als schwer mit Schlusslicht Bassenheim. Mit 17:17 ging es in die Kabinen. In der zweiten Hälfte stellte Irmenach die Abwehr auf eine 5:1-Deckung um und Torwart Lukas Everding erwischte einen seiner besseren Abende, was die Abwehr stabilisierte. Insgesamt gelangen Bassenheim in der zweiten Hälfte nur noch acht Tore. Irmenach drückte aufs Tempo und zog davon. Nach einem 17:17 in der ersten Halbzeit, endete der zweite Abschnitt 22:8 für Irmenach. Beinahe wäre Youngster Kristof Schell mit der Schlusssirene noch das 40. Tor gelungen, aber er verpasste. So wurde der 40. Geburtstag von Stoffel „nur“ mit 39 Toren „begossen“.

Irmenach: Schug, Everding – M. Schell (6/3), K. Schell (3), Löw (8/3), Juenemann (1), L. Schneider (3), J. Schneider (3), Bach (1), Gerhard (5), Stürmer (6), Mulliqi (2), Mende (1).

Michael Bongard

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