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Koblenz

TuS Koblenz: Insolvenz soll Weg freimachen für Neubeginn

Seit dem Rückzug aus der Dritten Liga vor sieben Jahren balanciert TuS Koblenz regelmäßig am Abgrund der Insolvenz. Jetzt ist es passiert. Am Donnerstag hat die Erfurter Anwaltskanzlei Rombach, die sich auf Insolvenzrecht spezialisiert hat, im Auftrag des Koblenzer Traditionsvereins beim Amtsgericht Koblenz Antrag auf Einleitung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Bis auf Dieter Paucken (im gelben Torwart-Trikot) und Kapitän Michael Stahl hat bisher noch keiner aus dem Absteigerteam von TuS Koblenz öffentlich seine Bereitschaft bekundet, auch weiter für die nun insolvente TuS die Fußballschuhe zu schnüren. Foto: Thomas Frey
Bis auf Dieter Paucken (im gelben Torwart-Trikot) und Kapitän Michael Stahl hat bisher noch keiner aus dem Absteigerteam von TuS Koblenz öffentlich seine Bereitschaft bekundet, auch weiter für die nun insolvente TuS die Fußballschuhe zu schnüren.
Foto: Thomas Frey

Nach dem Abstieg aus der Fußball-Regionalliga Südwest und dem Verpassen der lukrativen ersten DFB-Pokalhauptrunde sieht TuS Koblenz keine Möglichkeit mehr, ihren Verbindlichkeiten nachzukommen. Schon im vergangenen Monat konnte der Verein die Gehälter seiner Spieler und der anderen Angestellten nicht mehr bezahlen. TuS-Präsident Arnd Gelhard, der zurzeit beruflich in China weilt, hat das Anwaltsbüro des gebürtigen Linzers Rolf Rombach, der bis zum Rücktritt im November 2017 zwölf Jahre lang als Vorsitzender des in die Insolvenz gegangenen ehemaligen Drittligisten Rot-Weiß Erfurt amtierte, mit der Beantragung des Insolvenzverfahrens beauftragt. Wir sprachen mit den TuS-Präsidiumsmitgliedern Dirk Feldhausen (verantwortlich für die Finanzen) und Nils Wiechmann (verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit) über die Gründe für die Insolvenz und die möglichen Folgen.

Warum beantragt die TuS Koblenz gerade jetzt die Insolvenz?

Feldhausen: Dieser Schritt war unabwendbar. Wir haben Pläne gemacht, die sich nicht erfüllt haben. Wir haben nicht die Einnahmen generiert, die wir erhofft hatten. Bis Ende letzter Woche haben wir Gespräche mit Personen geführt, die über die notwendigen Mittel verfügt hätten. Aber als am vergangenen Donnerstag ein Gesprächstermin geplatzt ist, von dem wir uns Hilfe erhofft hatten, war der jetzige Antrag unumgänglich.

Hat der Verein nicht schon häufiger diese „letzte Chance“ gehabt?

Feldhausen: Das ist richtig. In diesen Fällen haben bisher meist Mitglieder des TuS-Präsidiums eigenes Geld reingeschossen, bis zu sechsstellige Summen. Da kann man nicht mehr von Sponsoring sprechen, das ist schon Nothilfe. Die Verbindlichkeiten waren im Verlauf meiner achtjährigen Tätigkeit für TuS Koblenz schon deutlich höher als jetzt. Hätten wir nur eines unserer sportlichen Ziele erreicht, den Klassenverbleib in der Regionalliga oder den Gewinn des Rheinlandpokals, hätten wir diesen Schritt nicht gehen müssen. Mit 200.000 Euro mehr auf der Habenseite wäre uns dieser Schritt wahrscheinlich erspart geblieben. Aber jetzt ist klar, dass wir in absehbarer Zeit unsere laufenden Verbindlichkeiten nicht erfüllen können.

Welche Verbindlichkeiten sind das?

Feldhausen: In erster Linie die Spielergehälter. Die am 15. Mai fälligen April-Gehälter sind nicht bezahlt worden, danach stehen noch zwei weitere Gehaltszahlungen aus, inklusive aller Nebenkosten. Auch die anderen Angestellten unseres Vereins, Jugendtrainer, Geschäftsstellen-Mitarbeiter und so weiter, warten auf ihr Geld. Insgesamt haben wir etwa 70 Lohnempfänger; ich muss sagen, es fällt uns sehr schwer, so viele Personen im Regen stehen zu lassen. Die Gehälter für die Mitarbeiter, auch die der Spieler, sind für drei Monate allerdings durch das Insolvenzausfallsgeld gesichert und werden von der Arbeitsagentur bezahlt.

Trotz des großzügigen Schuldenerlasses steht der Verein auch bei Hauptsponsor Frank Linnig noch mit 280.000 Euro in der Kreide. Wurde davon schon etwas zurückbezahlt?

Feldhausen: Die ersten Rückzahlungen wären ab Juli fällig gewesen, in homöopathischen Dosen, gemessen an Frank Linnigs Engagement. 5000 Euro monatlich bei quasi null Zinsen wären für einen Regionalligisten TuS Koblenz leicht zu stemmen gewesen. Auch deswegen ist es dem gesamten Vorstand und mir im Besonderen nicht leicht gefallen, jetzt diesen Beschluss zu fassen, durch den Herr Linnig voraussichtlich im Wesentlichen leer ausgeht. Eine wenn auch sparsame Rückzahlung wäre auch eine Art Anerkennung für das gewesen, was Frank Linnig für TuS Koblenz geleistet hat.

Gibt es weitere Verbindlichkeiten?

Feldhausen: Ja, solche aus dem laufenden Geschäfts- und Spielbetrieb, auch älteren Datums. Da sind leider auch Leute betroffen, die immer Verständnis für unsere schwierige Situation gezeigt haben. Durch den Abstieg entgehen uns 200.000 bis 250.000 Euro, die wir von unseren zuverlässigen fünf oder sechs Sponsoren weniger bekommen als in der Regionalliga.

So läuft das mit der Insolvenz: Das Amtsgericht bestellt nach Eingang des Antrags einen Insolvenzverwalter, der zum einen prüft, ob angesichts der verbliebenen Vermögensmasse des Vereins ein Verfahren überhaupt sinnvoll ist, und der zum anderen die TuS vorläufig nach außen vertritt. Zu Beginn des Verfahrens wird der Verein aufgelöst, die Mitgliederversammlung kann aber beschließen, dass der Verein weiter besteht. Alle Ausgaben nach der Insolvenz – sprich: für die Oberligasaison – müssen vom Insolvenzverwalter genehmigt werden. Laut Feldhausen sieht der aktuelle Finanzplan der TuS so aus, dass zunächst Sachkosten und administrative Ausgaben abgedeckt sein müssen. „Was dann übrig bleibt, geht in den Fußball“, so Feldhausen. „Wenn alle Zusagen eingehalten werden, reicht das.“ Die TuS-Verantwortlichen haben das Heft des Handelns nicht mehr allein in der Hand. „Deshalb müssen wir dem Insolvenzverwalter schnell deutlich machen, wie dringend unsere Probleme sind“, kündigt Nils Wiechmann an.

Gibt es auch Sponsoren, die nach dem Abstieg ihr Engagement aufgekündigt haben?

Feldhausen: Es ist eher umgekehrt, Auch größere Sponsoren, mit denen wir immer offen unsere Lage kommuniziert haben, wollen uns auch in der Oberliga weiter unterstützen.

Worauf ist die jetzige missliche Lage zurückzuführen? Hat TuS Koblenz zu wenig Geld generiert oder zu viel ausgegeben?

Wiechmann: Es ist sicher eine Kombination aus beidem. Die Planung war gut, aber in der Realität kamen wir nicht an das heran, was im Budgetplan stand. Zum einen, weil wir nicht genug eingenommen haben, zum anderen, weil wir, um die sportlichen Ziele zu erreichen, in der Winterpause personell nachgelegt haben.

Feldhausen: Dazu muss man aber auch festhalten, dass unsere Trainer Petrik Sander und Gilbert Gorges ihr Budget immer eingehalten und zuletzt noch nicht einmal voll ausgeschöpft haben. Die zwei Zugänge des vergangenen Winters stellen zusammen eine Belastung von unter 1000 Euro dar, darin liegt sicher nicht die Ursache. Neben höheren Kosten für den Sicherheitsdienst haben wir auch kräftig Strafen zahlen müssen. Die Pyroaktion im Pokalfinale hat uns die Höchststrafe des Fußballverbands Rheinland eingebracht, 1500 Euro, plus die Androhung eines Ausschlusses. Die Regionalliga spricht ihre Strafen erst am Ende der Saison aus, da ist auch eine mittlere vierstellige Summe zusammengekommen. Trotzdem war und ist die Kostenseite beherrschbar. Unser großes und eigentlich einziges Problem ist das Sponsoring. Nach dem guten ersten Regionalligajahr waren wir der Meinung, unsere Einnahmen um mindestens 200.000 Euro erhöhen zu können. Das ist nicht gelungen, auch weil wir weder unser Pokalspiel gegen Dresden noch die ersten drei Meisterschaftsspiele in unserem Stadion austragen konnten. Da fragen die Sponsoren zu Recht: Was wollt ihr uns denn verkaufen?

Weshalb sind Sponsoren so schwer zu finden?

Feldhausen: Wir sind unseren vielen treuen Sponsoren dankbar. Aber leider gibt es in Koblenz zu viele Leute, die immer eine Ausrede finden. Es ist in Ordnung, wenn sich einer nicht für ein Engagement bei TuS Koblenz interessiert. Aber dann soll er es gleich sagen und keine Versprechungen machen, die er dann nicht einhält. Wir haben Ende des Jahres Listen aufgestellt mit neuen Partnern, die den Verein unterstützen wollten. Die Liste war relativ lang, die Beträge beträchtlich. Wenn wir das alles bekommen hätten, dann wäre es uns wahrscheinlich richtig gut gegangen. Übrig geblieben von dieser Liste sind die Zahlungen von wenigen Bestandssponsoren und einigen Präsidiumsmitgliedern. Das Geschehen um TuS Koblenz interessiert viele Leute, aber seit ich dabei bin, also seit 2010, habe ich den Eindruck, dass die negativen Nachrichten über die TuS besser ankommen als die guten.

Wiechmann: Diese Listen waren auf Zusagen aufgebaut, auf die wir uns verlassen haben.

Feldhausen: Wir haben sogar die Wahrscheinlichkeit der einzelnen Zusagen beziffert. Aber es gab welche, die wir aufgrund unterschriftsreif ausgehandelter Verträge mit 100 Prozent eingestuft hatten, und die dann doch abgesprungen sind.

Die Startberechtigung der TuS Koblenz in der Oberliga ist gesichert. Trotz des Abstiegs gehört die TuS noch bis zum offiziellen Saisonwechsel am 30. Juni zum Feld der Regionalligisten. Die Regionalliga verzichtet auf eine sportliche Strafe zwischen Punktabzug und Zwangsabstieg, „um den Verein nach der verpassten sportlichen Qualifikation nicht doppelt zu bestrafen“, wie Felix Wiedemann, der stellvertretende Geschäftsführer der Regionalliga Südwest GbR, erklärt. Hätte die TuS den Klassenverbleib in der Regionalliga geschafft und danach Insolvenz angemeldet, so wäre sie wie Hessen Kassel in der Vorsaison mit neun Punkten Abzug zur neuen Spielzeit bestraft worden, bei einer Insolvenz vor dem letzten Spieltag wäre der Punktabzug für die laufende Saison wirksam geworden. Dieses Vorgehen ist geregelt in der Spielordnung des DFB, Paragraf 6, Punkt 6, zweiter Absatz. Eine Insolvenzmeldung nach dem 30. Juni fiele in die Verantwortung des für die Oberliga zuständigen Regionalverbands Südwest, dessen Spielordnung für diesen Fall den Abstieg zum Saisonende vorsieht.

Welche Rolle kann TuS Koblenz in der Oberliga spielen?

Wiechmann: Realität ist, wir spielen künftig ganz normalen Amateurfußball und messen uns mit vielen Vereinen aus der Region. Sportlich wird das spannend, und die Derbys gegen Rot-Weiß, Karbach und Engers, aber auch Spiele gegen Eintracht Trier, Kaiserslautern II und die Mitabsteiger Völklingen und Schott Mainz werden für Aufmerksamkeit in der Stadt und hoffentlich für gute Zuschauerzahlen sorgen. Den Anspruch, als einziger Verein der Region Profifußball anzubieten, wird die TuS aktuell nicht stellen können.

Feldhausen: Von unserem bisherigen Konzept, die Spieler voll zu bezahlen und idealerweise zwei Mal am Tag trainieren zu lassen, müssen wir uns verabschieden. Künftig müssen die Spieler ihren Lebensunterhalt anderweitig verdienen, falls sie nicht studieren oder eine Ausbildung machen, und trainiert wird abends um halb sechs. Die Parole „Aufstieg um jeden Preis“, wie vor drei Jahren, wird es nicht geben.

Wer stellt die neue Mannschaft zusammen?

Wiechmann: Hauptverantwortlich sind Dirk Laux, unser Präsidiumsmitglied für Sport, und Remo Rashica, der für die Jugend zuständig ist. Die beiden werden gemeinsam mit Trainer Anel Dzaka und seinem Team die Kaderplanung für den Jugend- und den Seniorenbereich vorantreiben.

Wie viele Spieler haben Sie denn schon fix für die neue Saison?

Feldhausen: Momentan tun wir uns schwer, Verträge abzuschießen. Um viele Spieler, die uns schon verlassen haben, tut es uns leid. Aber die Spieler müssen an ihre wirtschaftliche Existenz denken, das ist legitim. Die teilweise wüsten Beschimpfungen in den sozialen Medien sind fehl am Platz, wenn man sieht, wie sich die Mannschaft vor allem am Ende der Saison reingehängt hat. Wir sprechen mit Michael Stahl, den wir als positives Gesicht des Vereins mit seinem Kampfgeist, seiner Ausstrahlung und seiner Ehrlichkeit stärker einbinden wollen in die administrative Arbeit, gemeinsam mit Stefan Blaufelder. Wenn ich mit ihm rede, merke ich, Stahli brennt für TuS Koblenz. Aber er hat auch eine soziale Verantwortung für seine Familie.

Wird weiterhin eine zweite Mannschaft in der Rheinlandliga spielen?

Wiechmann: So ist das von uns geplant. Wir sind bemüht, sowohl eine schlagkräftige Oberliga- als auch Rheinlandligamannschaft zusammenzustellen mit dem Fokus auf der Oberliga. Wie weit uns das gelingt, müssen wir sehen.

Das Gespräch führten Stefan Kieffer und Stefan Lebert

Präsidiums-Neuwahl am 27. August

Koblenz. TuS Koblenz braucht nicht nur eine neue Mannschaft, sondern auch ein – zumindest in Teilen – neues Präsidium. Die alljährliche Mitgliederversammlung, bei der diesmal Neuwahlen anstehen, wurde vom üblichen Wintertermin auf den 27. August vorgezogen. „Damit diejenigen, die das übernehmen, mehr Zeit haben, eine Zukunftsperspektive für die TuS zu erarbeiten“, sagt Nils Wiechmann. Vizepräsident Hannes van Heesch war aus gesundheitlichen Gründen bereits nach dem Pokalfinale zurückgetreten, auch andere Mitglieder des Präsidiums machen sich Gedanken. „Wir überlegen alle, wie es für uns weitergeht“, verrät Wiechmann, „auch Dirk Feldhausen und ich. Aber bisher hat noch niemand einen Schlussstrich gezogen, auch nicht Präsident Arnd Gelhard.“

Eine Flucht aus der Verantwortung kommt nicht in Frage. „Sie können davon ausgehen, dass wir uns nicht aus dem Staub machen und uns dann egal ist, was mit der TuS passiert. Wenn wir uns entscheiden, nicht mehr zu kandidieren, werden wir überlegen, wie die neue Konstruktion aussehen könnte. Ohne Alternativen wäre ein Rückzug unsererseits unverantwortlich“, versichert Wiechmann.

Feldhausen ergänzt: „Wir müssen einsehen, dass wir nicht alles richtig gemacht haben, sonst wären wir nicht in der Lage, in der wir sind. Wir sollten überlegen, ob es Leute gibt, die das besser können.“ Vorwürfe, er habe die missliche Lage zu verantworten, kontert Feldhausen mit der „Standardantwort“: „Ich bin für die Finanzen zuständig und relativ gut darin, Pläne zu machen und Geld zu verteilen. Aber mein Anspruch war es nie, TuS Koblenz zu finanzieren.“

Und was muss sich ändern? „Die TuS hat bisher alles Geld ins Sportliche investiert und den administrativen Bereich vernachlässigt“, sagt Feldhausen. „So musste sich das Präsidium auch um operative Dinge kümmern, die mit einer oder eineinhalb Stellen mehr auf der Geschäftsstelle leicht zu erledigen wären. Wir wollten immer Strukturen schaffen, doch dann haben wir stets den administrativen Bereich zugunsten des Sportlichen zurückgefahren.“ Apropos Fehler der Vergangenheit: „Wir haben es versäumt, die alten Zöpfe abzuschneiden“, kritisiert Feldhausen. „Das Anspruchsdenken vieler rührt noch aus der Zweitligazeit: Hier war mal Profifußball, das muss doch wieder funktionieren.“ kif

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