Die Kegler des TuS Kirchberg melden sich aus der Sommerpause zurück und blicken der größten Saison der Vereinsgeschichte entgegen: Mit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga schrieben die Kegler vom Wasserturm in der abgelaufenen Spielzeit ein Stück Kirchberger Sportgeschichte. Nun ist die Zeit reif, dieser Geschichte neue Kapitel hinzuzufügen, denn am Samstag ab 13 Uhr rollen erstmals die Erstliga-Kugeln für den TuS.
Im Hunsrück ist nicht nur die Ligazugehörigkeit eine neue, auch auf der „Zugangsseite“ hat sich einiges getan. Die Kegler des TuS laufen in der kommenden Spielzeit mit denen von Haardtkopf Morbach unter gemeinsamer Flagge für Kirchberg auf. Dadurch erhofft sich der TuS zum einen Entlastung für die erste Mannschaft und einen soliden Unterbau mit einer zweiten und dritten Mannschaft, in denen das kurzfristige Ziel der Aufstieg in die Rheinland-Pfalz-Liga sein muss, beide Teams treten zunächst in der Regionalliga Nahe Hunsrück an.
Viel Erfahrung mit Mitscher und Heen
Der Zusammenschluss läuft aufgrund des an den TuS gebundenen Bundesliga-Startplatz wie folgt ab: Alle Haardtkopf-Kegler wechseln offiziell nach Kirchberg. Kirchberg II trägt seine Heimspiele wie die erste Mannschaft im Kirchberger Hof aus. Kirchberg III wird seine Heimspiele in der Baldenauhalle in Morbach bestreiten. Der Zusammenschluss, so heißt es in einer Mitteilung des TuS, stärkt die Breite des Vereins und sichert unter anderem den Fortbestand der Regionalliga, die aufgrund der geringen Anzahl an Meldungen auf der Kippe stand. Außerdem erweitert sich der Kader für die Kirchberger Bundesliga-Mannschaft um einige weitere Optionen. Mit Alfred Mitscher und Manfred Heen kommt einiges an (Bundesliga-)Erfahrung in den Verein, Marco Thees und Markus Wirz sind ebenfalls wichtige Ergänzungen für den TuS.
Kirchberg geht das Abenteuer 1. Bundesliga mit viel Vorfreude an. Die Mannschaft aus der Aufstiegssaison wird weitestgehend die Gleiche bleiben. Mannschaftsführer Matthias Bender kann weiterhin auf folgende Spieler zählen: Ferdinand Fuchss, Markus Adams, Falko Stockter, Andreas Martin, Torsten Klingels und Lukas Martin. Aufgrund der nun entspannteren Personalsituation wird es Rotation geben, sodass einige Spieler ihr Debüt im Oberhaus geben dürften und zum erweiterten Kreis der ersten Mannschaft gehören.
Geballte Klasse mit Top-Leuten
Die 1. Bundesliga bietet die geballte Klasse an Deutschlands Top-Keglern auf. Mit dem amtierenden deutschen Meister KF Oberthal über dessen ärgsten Konkurrenten SK Heiligenhaus bis hin zu den immer stark aufgelegten SG Düsseldorfer Kegler sind die absoluten Top-Teams der letzten Jahre schnell ausgemacht. Doch dahinter haben sich auch die Teams aus Hüttersdorf, Gilzem, Kamp-Lintfort und Münstermaifeld als absolute Dauerbrenner etabliert. Der SKV Trier hat den Klassenerhalt im letzten Jahr ebenfalls erreicht und geht in die nächste Saison im Oberhaus. Neben den Kirchbergern kehrt mit dem CfK Rösrath ein ambitioniertes Team nach einjähriger Abstinenz zurück. Zielsetzung für den TuS kann nur der Klassenerhalt sein.
Schwerer Start und ungewöhnliche Heimserie
Und dafür ist der Start natürlich wichtig: Kirchberg legt am Samstag mit dem denkbar schwersten Auswärtsspiel, das man als Aufsteiger haben kann, los – und zwar beim SK Heiligenhaus. Seit mehreren Jahren haben die „Red Lions“ eine weiße Weste auf der schwierigen Anlage am Heljensbad. Kirchberg durfte das in der Saisonvorbereitung im letzten Jahr antesten und war chancenlos. Die Wahrscheinlichkeit, dass das auch beim Bundesliga-Debüt der Fall ist, ist gegeben. Der erste richtige Prüfstein wartet beim Heimdebüt am zweiten Spieltag auf die Hunsrücker mit der Partie gegen den SK Kamp-Lintfort und einer ungewöhnlichen Heimserie: Denn der TuS tritt in der Hinrunde ganze sechs Mal auf heimischem Geläuf an. Dadurch wissen die Hunsrücker nach der Hinrunde wahrscheinlich schon sehr genau, wo die Reise hingehen könnte.