Der TuS Kirchberg bleibt auf fremden Bahnen weiter glücklos in der 1. Bundesliga im Sportkegeln. Beim Gastspiel in Kamp-Lintfort fehlten den Hunsrückern beim 0:3 (5193:4966 Holz für Kamp-Lintfort) nur ein paar Holz zum Zusatzpunkt. Auch die Tagesbestzahl von Kirchbergs Matthias Bender half den Gästen nicht, die weiter mit acht Punkten nun schon etwas abgeschlagen Tabellenletzter sind. Sieger Kamp-Lintfort ist nun Drittletzter und hat fünf Punkte mehr auf dem Konto (13 Zähler).
Viertes Auswärtsspiel, in Kamp-Lintfort hatte Kirchberg die Hoffnung auf den ersten Auswärtszähler. Das Hinspiel im Kirchberger Hof hatte der TuS mit 2:1 gewonnen. Im ersten Block wollten Falko Stockter und Ferdinand Fuchss direkt Profit schlagen. Doch Fuchss verschlief die erste Bahn und auch Stockter streute einen Bauernfehler ein. Doch die Hunsrücker kamen besser ins Spiel und blieben an den Gastgebern dran. Zur Halbzeit war nur Nils Eichenhofer (874/11) ein wenig in Front, Fuchss war gleichauf mit Dennis Schmidt (846/4), Stockter ein kleines Stück dahinter. Doch Kirchberg drehte noch mal ein bisschen auf – mit nervenstarken Schlusskugeln schoben sich beide vor Schmidt, Fuchss erzielte 849/6, Stockter setzte mit 847/5 einen weiteren kleinen Nadelstich und die zweite Wertung.
Auf den letzten Metern die Hoffnung auf den Zusatzpunkt genommen
Im zweiten Block wollten es dann Markus Adams und Marco Thees richten. Der Start war vielversprechend, Adams legte eine gute erste Hälfte hin und spielte neben den Hausherren gut mit, auch Thees fand eine gute Einstellung zur Räumgasse, doch dann war es auch hier der Bauer, der Probleme machte. Das zog sich dann durch den gesamten Durchgang. Am Schluss standen bei Thees 823/3 auf der Anzeige, doch die Fehler kosteten ihn sicherlich eine Wertung. Und auch Adams verlor auf der dritten Bahn vollkommen den Faden. Mit 789/2 war der Kirchberger völlig bedient. Und Kamp-Lintfort nutzte Kirchbergs Schwächephase aus und setzte sich durch Daniel Niesner (874/9) und Yannick Holzum (874/10) von den Hunsrückern ab.
Im letzten Block konnte für Kirchberg also nur noch die Flucht nach vorn helfen. Zwei Wertungen waren an der Tafel, aus eigener Kraft würde der Weg zum Zusatzpunkt schwer werden, die Hunsrücker waren auf Schützenhilfe der Hausherren angewiesen. Doch erst mal erledigte der Mannschaftsführer der Kirchberger seinen Job hervorragend. Von Beginn an nahm Matthias Bender das Heft in die Hand. Und die Heimmannschaft war zwischenzeitlich beeindruckt. Da Bender die Tagesbestzahl anpeilte, waren von den Gastgebern Zahlen jenseits von Fuchss und Stockter gefordert. Lukas Martin konnte in die Entscheidung für Kirchberg nicht mehr eingreifen. Ein unscheinbarer Durchgang endete bei 763/1. Besser lief es für Bender, der mit 895/12 den Druck auf die Hausherren auf ein Maximum erhöhte. Doch diese hielten Stand: Christian Prante (871/8) nahm die geforderte Hürde mit starkem Endspurt ohne große Aufregung, Marcel Bernsee (854/7) war stärker unter Druck, sprang aber genau so hoch, wie er musste, und nahm Kirchberg auf den letzten Metern die Hoffnung auf den Zusatzpunkt.
In zwei Wochen geht es für Kirchberg zum Rekordmeister
Kirchberg fehlten einmal mehr ein paar Holz zum Punktgewinn. Mit insgesamt 17 Bauernfehlern hatte der TuS eine deutlich zu hohe Fehlerquote für die 1. Bundesliga. Nach einer kurzen Pause geht es in zwei Wochen weiter für die Kirchberger – dann geht’s nach Oberthal zum Rekordmeister und Tabellenzweiten (Heiligenhaus ist Erster).
