Dramatische Rettung
Der TuS Kirchberg bleibt in der 1. Bundesliga
Der TuS Kirchberg bleibt erstklassig, der Jubel war groß bei (stehend, von links) Marco Thees, Andreas Martin, Torsten Klingels,
Der TuS Kirchberg bleibt erstklassig, der Jubel war groß bei (stehend, von links) Marco Thees, Andreas Martin, Torsten Klingels, Lukas Martin, Ferdinand Fuchss sowie (kniend, von links) Markus Adams, Falko Stockter, Matthias Bender.
Hubert Bender

Am Ende punktgleich, aber sechs Einzelwertungspunkte mehr auf dem Konto als Rösrath – der TuS Kirchberg hat seine Aufholjagd in der Abstiegsrunde gekrönt und kegelt auch kommende Saison in der 1. Bundesliga.

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Die Kegler vom TuS Kirchberg ziehen sich am letzten Spieltag der Bundesliga-Abstiegsrunde ans rettende Ufer und dürfen eine weitere Saison im Oberhaus planen. In einem verrückten Finale erspielt der TuS zwei Punkte hinter Gastgeber Rösrath und Kamp-Lintfort, das sich damit ebenfalls den Klassenerhalt sicherte. Rösrath und Trier müssen absteigen. Ein Kirchberger Routinier wurde zum Matchwinner.

Im ersten Block war es Ferdinand Fuchss, der auf der bei ihm sehr beliebten Rösrather Bahn für einen Kirchberger Hoffnungsschimmer sorgte. Mit 850/21 setzte Fuchss eine erste Duftmarke und gewann den Block. Im zweiten Block erwischte Falko Stockter für die Kirchberger einen gebrauchten Tag und kam nicht wirklich in Gang mit 799/9. Kirchberg fand sich plötzlich auf dem Abstiegsrang wieder. Der dritte Block begann für Markus Adams mit einer katastrophalen ersten Bahn, aber Adams hievte sich am Ende doch noch auf 773/5 und lag vor dem Trierer Manfred Göbel (747/3). 17 Holz vor Trier nahm der TuS somit in den vierten Block mit und dort konnte Marco Thees das Polster auf Trier und Daniel Klink (691/1) schnell deutlich vergrößern mit 747/2. Mit 73 Holz Vorsprung gegenüber Trier ging es in den nächsten Block.

Das große Rechnen beginnt nach der letzten Kugel

Dort wollte TuS-Mannschaftsführer Matthias Bender das Polster weiter ausbauen. Doch auch hier schrieb diese völlig verrückte Abstiegsrunde ein weiteres Kapitel. Beim SKV Trier legte Routinier Engelbert Poth (838/16) los wie die Feuerwehr. Das ging auch nicht spurlos an Bender vorüber – mit 791/8 verlor Kirchberg große Teile seines Vorsprungs. Kirchberg lag 26 Holz vor Trier – aber auch nur 63 Holz hinter Kamp-Lintfort. Und der klar führende Gastgeber Rösrath war auch wieder mittendrin. Kirchbergs Andreas Martin sah sich dem Trierer Ausnahmekönner Nico Klink entgegengesetzt. Nur die absoluten Optimisten setzten hier noch auf den TuS Kirchberg – doch Martin fand sein Kämpferherz und bot alles an Erfahrung auf, die er zu bieten hatte. Eine absolute Willensleistung von Martin mit 813/13 hielt die Kirchberger in der Endabrechnung vor Trier (Nico Klink 803/10). Kamp-Lintfort hatte sich den Klassenverbleib jedenfalls als Erster gesichert.

Dann begann das große Rechnen am Monitor. Hatten die Rösrather den Rückstand von 66 Einzelwertungen auf die punktgleichen Kirchberger doch noch aufholen können? Nach schier endlosen Minuten kam dann die große Erleichterung für die Hunsrücker. Rösrath fehlten sechs mickrige Einzelwertungspunkte zum Klassenverbleib – und den sicherte sich der TuS Kirchberg. Die Hunsrücker schafften es mit einer herausragenden Abstiegsrunde und großer Nervenstärke doch noch zum ersehnten Klassenerhalt und dürfen für eine weitere Saison in der 1. Bundesliga spielen.

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