Archivierter Artikel vom 05.04.2019, 13:49 Uhr
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Weitefeld/Koblenz

TuS betreibt Förderung mit Idealismus und Erfahrung

Der beste Tischtennis-Nachwuchs Deutschlands trifft sich am Wochenende in Kellinghusen/Brockstedt und in der CGM-Arena auf dem Koblenzer Oberwerth zum Deutschlandpokal, der „deutschen Meisterschaft der Verbandsmannschaften“. Eine Veranstaltung mit hohem Stellenwert, zumal vom sportlichen Abschneiden der Landesverbände auch der Umfang der vom Deutschen Tischtennis-Bund ausgeschütteten Fördergelder abhängt. Die Jungen und Mädchen der Jahrgänge 2001 bis 2004 tragen ihre Konkurrenzen in Schleswig-Holstein aus, die Rhein-Mosel-Stadt am Deutschen Eck beherbergt die Altersklasse der Schülerinnen und Schüler. Die Nominierungen der gemeinsam antretenden Verbände Rheinland und Rheinhessen zeigen, dass der Westerwald im rheinländischen Unterbau eine Hochburg ist. Mit Tobias Sältzer vom TTC Zugbrücke Grenzau, der in dieser Saison den Sprung in den Nationalkader 2 geschafft hat, sowie Filip Flemming und Carina Weiß vom TuS Weitefeld-Langenbach sind in Koblenz drei Talente aus WW-Vereinen vertreten. Hinzu kommt die Hachenburgerin Alina Gehlbach, die sich inzwischen dem TTC Mülheim-Urmitz angeschlossen hat. Auch bei der Entscheidung im hohen Norden Deutschlands ist der Westerwald gut vertreten: Vincent Schwickert vom TTC Zugbrücke Grenzau und Paul Richter vom TuS Weitefeld-Langenbach vertreten gemeinsam mit Max Bury (1. FSV Mainz 05) sowie Justin Seckler (VfR Simmern) die rheinländisch/rheinhessischen Farben. Immerhin 5 von 16 Nominierten stammen somit aus den beiden Regionen im Nordosten des Tischtennisverbandes Rheinland, drei gehören dem TuS Weitefeld-Langenbach an, dessen Jugend gerade die Meisterschaft in der 1. Rheinlandliga gewonnen hat und sich bereits zum dritten Mal in Folge für die deutsche Mannschaftsmeisterschaft qualifizieren kann. „Das ist kein Zufall. Mehrfach bei einer deutschen Mannschaftsmeisterschaft zu spielen, und jetzt drei Spieler zum Deutschlandpokal zu schicken, ist ein Indikator für gute Jugendarbeit“, sagt Andreas Greb, der lange Zeit in der Weitefelder Oberliga-Mannschaft spielte und genauso wie Yannick Schneider und René Wallmeroth mit entsprechenden Trainerlizenzen beziehungsweise Sportstudium (Greb und Schneider) seinen reichen Erfahrungsschatz als Trainer an die nächste Generation weitergibt. „Wir sind in Weitefeld mit viel Idealismus und einer großen Portion Tischtennis-Verrücktheit bei der Sache. Unsere Spieler tragen ihr Wissen weiter. Dadurch sind wir gut aufgestellt und versprechen uns langfristigen Erfolg über die Generationen hinweg“, beschreibt Greb die Erfolgsfaktoren. Er macht sich aber nichts vor: Am Wochenende warten andere Hausnummern.

Von René Weiss Lesezeit: 3 Minuten