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Archivierter Artikel vom 02.06.2019, 20:41 Uhr
Bad Kreuznach

Tormädchen spielt auf Linksaußen

In ganz Hockey-Deutschland rollt in den nächsten Wochen und Monaten eine Erinnerung an vier Tage Mädchenturnier 2019 über die Plätze. Jedes Team erhielt nämlich als Gastgeschenk sechs Hockeybälle mit dem Emblem des VfL Bad Kreuznach.

Von Olaf Paare
Schläger verhakt? Kein Problem, weiter geht es zwischen den Mädchen D des VfL (rosa Tücher) und dem Team aus Wuppertal.  Foto: Klaus Castor
Schläger verhakt? Kein Problem, weiter geht es zwischen den Mädchen D des VfL (rosa Tücher) und dem Team aus Wuppertal.
Foto: Klaus Castor

„Darüber haben sich die Vereine sehr gefreut. Wir hatten auch schon andere Dinge in den Vorjahren, die wir den Vereinen übergeben haben. Aber die Bälle kommen am besten an“, berichtete Hans-Wilhelm Hetzel, der VfL-Abteilungsleiter und Organisator des Großereignisses im Stadion Salinental. 108 Mannschaften aus 35 Vereinen bestritten an den vier Tagen 490 Partien und machten das Turnier somit zum größten seiner Art in Deutschland. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf. Bei den Mädchen ist es immer etwas ruhiger als bei den Knaben. Die Mädchen sind da pflegeleichter“, berichtete Hetzel. Auch der viertägige Sonnenschein trug seinen Teil dazu bei. „Das Salinental ist für ein gutes Turnier die halbe Miete, das Wetter die andere“, weiß Hetzel.

Im Stadion tummelten sich wieder einmal die Mädchen plus Anhang. Damit das noch lange so bleibt, möchte der VfL sein Veranstaltungskonzept um einen Evakuierungsplan ergänzen, den alle Teilnehmer wie das Parkplatzkonzept oder die Verhaltensregeln in der Zeltstadt im Vorfeld erhalten sollen. „Noro-Virus, Unwetter, Spanner, Randalierer, wir hatten in den Vorjahren schon so viele außergewöhnliche Situationen, auf die wir in Zukunft detailliert vorbereitet sein wollen. Zumal mich auch immer wieder Eltern danach fragen, was im Notfall passiert“, erläutert Hetzel, der deshalb zwei Stunden lang mit Studenten der Fachhochschule Koblenz über die Anlage schlenderte und ihnen alles zeigte und erläuterte. Die Studenten werden nun einen entsprechenden Plan erstellen. Erstmals wiesen zudem riesige Banner die Wege zu den Notausgängen des Stadions.

Wie sinnvoll eine gute Planung sein kann, wird am Beispiel Parkplatzsituation deutlich. Diese stand vor einigen Jahren stark in der Kritik, mittlerweile hat der VfL das Problem im Griff, beispielsweise mit der Reservierung des Waldparkplatzes für die Hockey-Gäste. „Bei diesem Thema klappt die Zusammenarbeit mit der Stadt ausgezeichnet“, lobte Hetzel. Doch auch der Einsatz von Eltern als Parkplatzwächter und Einweiser zahlte sich aus. Überhaupt: Hetzel und der VfL können sich auf die vielen Freiwilligen verlassen, die von Mittwochabend bis Sonntagnachmittag im Salinental weilen und das Hockey-Spektakel in dieser Form erst ermöglichen. „An meine Helfer geht ein großes Dankeschön“, sagte der Abteilungsleiter.

Zumal die Eltern auch noch ihre Kinder auf den Spielfeldern anfeuerten. Acht Teams stellte der Gastgeber. Vor allem in den höheren Altersklassen verfügt der VfL mittlerweile über ein hohes Spielniveau, fast alle Mädchenteams spielen Oberliga. Beim Heimturnier wurde aber nicht an der Feinjustierung gearbeitet. „Bei uns stehen andere Dinge im Fokus. Spaß, Geselligkeit. Da darf auch mal das Tormädchen als Linksaußen ran und umgekehrt. Das macht unser Turnier aus. Um die Teams spielerisch weiterzubringen, gibt es andere Turniere“, sagte Hetzel. Diszipliniert müssen die Teams trotzdem auftreten – vor allem Pünktlichkeit ist gefragt, um den Zeitplan einzuhalten. So genannte Timekeeper achten penibel darauf, dass die Anschlagzeiten eingehalten werden. Sie treiben auch die Schiedsrichter an, pünktlich an- und abzupfeifen. Apropos Schiedsrichter: Der Nachwuchs der Unparteiischen wurde ebenfalls im Salinental gefördert. Der neue Lehrwart Nils Vossebein nutzte das Turnier für einen Neulingslehrgang. Er lief dabei gemeinsam mit seinen Schützlingen übers Spielfeld und führte sie engagiert in die Aufgabe ein. „Auch von unseren Kindern haben einige Interesse gezeigt“, freute sich Hetzel.

Von unserem Redakteur Olaf Paare

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Hockey

Ergebnisse der VfL-Teams

Weibliche Jugend: gegen MSV Duisburg 3:0, gegen BW Köln 0:0, gegen DSD Düsseldorf 1:0, gegen DSC Preussen Duisburg 1:0, gegen SV Bergstedt Hamburg I 0:0/0:0, gegen LBV Phoenix Lübeck 1:1, gegen HC Lüneburg 1:0, gegen KTV Karlsruhe 1:0.

Mädchen A: gegen Wiesbadener HTC 0:1, gegen Soester HC 3:0, gegen KTV Karlsruhe 2:1/0:0, gegen SV Bergstedt Hamburg 2:0, gegen Oberhausener THC 0:0, gegen HC Bad Homburg II 0:1, gegen TV Schwabach 1:0/2:0, gegen HC Lüneburg 1:0/1:0, gegen Mariendorfer HC 2:0.Mädchen B (2 Teams): gegen HTC Hamm 3:0, gegen ETG Wuppertal 1:2, gegen Soester HC 3:0, gegen Wiesbadener THC 0:5, gegen Moerser TV 0:6, gegen DSD Düsseldorf 1:3, gegen KTV Karlsruhe 1:0/1:0, gegen Bonner THV, 0:0, gegen BW Köln 1:1, gegen TEC Darmstadt 1:0, gegen Hanauer THC 0:5, gegen Oberhausener THC 4:0, gegen HC Essen 99 1:0, gegen HC Bad Homburg I 1:1, gegen HC Lüneburg 1:0/2:1/2:0/1:1, gegen TV Schwabach 1:0/1:2/1:1.

Mädchen C (2 Teams): gegen SV Bergstedt Hamburg II 0:5/0:7, gegen TV Schwabach 0:1, gegen Oberhausener THC 1:0, gegen BW Köln II 0:4/0:1, gegen TEC Darmstadt 0:3, gegen HC Essen 99 0:4/0:3, gegen HC Horn Bremen 3:0, gegen VfL Bad Nauheim 1:2, gegen Wiesbadener THC 0:3, gegen DSC Preußen Duisburg 3:3/0:3, gegen ETG Wuppertal 1:0, gegen TSV Grünwald 0:3/1:3, gegen HC Bad Homburg II 0:1, gegen TEC Darmstadt 2:1, gegen TSV Grünwald 0:1/0:2.

Mädchen D (2 Teams): gegen ETG Wuppertal 0:1/2:2, gegen HC GW Wuppertal 1:1/0:2/0:0, gegen Moerser TV 1:4/0:3, Rüsselsheimer RK 0:1/1:5, gegen Kreuznacher HC 0:0, gegen Wiesbadener THC 1:2/1:3/0:3, gegen MSV Duisburg 1:0/1:1, gegen BW Köln 2:0.

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