Archivierter Artikel vom 21.01.2022, 12:15 Uhr
Idar-Oberstein

Ohne Lars Kraus, aber mit breitem Kader: HSG Obere Nahe empfängt die HSG Wittlich

Ohne ihren Trainer Lars Kraus geht es für die Verbandsliga-Handballer der HSG Obere Nahe am heutigen Samstag (19.30 Uhr) in der Tiefensteiner Stadenhalle in das Heimspiel gegen die HSG Wittlich.

Von Sina Ternis
Symbolbild: dpa
Symbolbild: dpa

Weil Kraus Kontakt mit einem Coronapositiven und seine dritte Impfung noch nicht bekommen hat, befindet er sich aktuell in Quarantäne. Bereits unter der Woche hat mit Christian Wagner ein Spieler das Training übernommen – und wird die Mannschaft gemeinsam mit Felix Fetzer, Trainer der Frauenmannschaft, während der Partie coachen. Während Wagner trotzdem mitspielt, betreut Fetzer das Team von der Bank aus.

Das ist auch deswegen möglich, weil die HSG personell aus dem Vollen schöpfen kann. Gegenüber der Vorwoche stößt auch noch Jan Hartl zum Team. Anders als bei den Frauen, die ihre Partie wegen zahlreicher Bedenken innerhalb des Teams abgesagt hat, haben sich die HSG-Männer zum Weiterspielen entschieden. Diejenigen, die Bedenken hatten, hat Kraus vor allem damit abgeholt, dass sich das gesamte Team vor jedem Spiel – unabhängig davon ob geboostert oder nicht – einem Test unterzieht. „Ich habe auch mit dem Wittlicher Trainer telefoniert. Er hat meinen Vorschlag absolut positiv aufgenommen. Dort wird es ohnehin schon so gehandhabt, dass sich alle auch vor jeder Trainingseinheit testen“, berichtet Kraus.

Die Partie ist übrigens die erste der Rückrunde. Im Hinspiel war die HSG mit 17:35 unter die Räder gekommen, hatte den robusten und schnellen Gastgebern vor allem in der zweiten Halbzeit kaum noch etwas entgegenzusetzen. „Allerdings sind die Voraussetzungen jetzt allein schon deswegen andere, weil wir einen deutlich breiteren Kader haben“, so der Trainer. So haben Fetzer und Wagner die Möglichkeit, allen Spielern eine Pause zu gönnen und bei Bedarf zu wechseln. Hinzu kommt, dass die Gastgeber den aktuellen Tabellenfünften, der erst eine Niederlage einstecken musste, besser einschätzen können. „Wir dürfen uns keinesfalls so viele technische Fehler erlauben wie in der Vorwoche. Damit würden wir den Gegner zu Tempogegenstößen einladen“, so Kraus‘ Forderung.

Der Coach wird die Partie über den Liveticker verfolgen – und vormittags noch einmal mit Wagner telefonieren. „Aber Christian ist erfahren, der weiß, was er zu tun hat“, betont Kraus. ter