Archivierter Artikel vom 16.01.2022, 17:27 Uhr
Idar-Oberstein

HSG Obere Nahe wirft zu oft unvorbereitet auf das Tor – Klares 26:37 in der Stadenhalle gegen DJK/MJC Trier

Es gibt sie, die Tage an denen nichts zusammenläuft. Und genau so einen Tag erwischten die Verbandsliga-Handballer der HSG Obere Nahe im ersten Spiel des Jahres. Am Ende unterlag die Mannschaft von Coach Lars Kraus zu Hause der DJK/MJC Trier mit 26:37 (14:16).

Von Sina Ternis
Daniel Wunder (Nummer 33) beim Wurf. Bei der 26:37-Niederlage seiner HSG Obere Nahe erzielte er ein Tor. Foto:  Joachim Hähn
Daniel Wunder (Nummer 33) beim Wurf. Bei der 26:37-Niederlage seiner HSG Obere Nahe erzielte er ein Tor.
Foto: Joachim Hähn

Den Grundstein für die deutliche Niederlage legten die Gastgeber direkt nach der Pause. Da nämlich blieben sie fast zehn Minuten lang ohne eigenes Tor – und ließen die Gäste, die bis dahin durchaus noch in Schlagdistanz lagen, auf 25:17 und damit auf acht Treffer davonziehen. Doch schon in Halbzeit eins hatte man der HSG die mehrwöchige Pause angemerkt. Die letzte Partie gegen die HSG Kastellaun/Simmern II hatte Ende November stattgefunden, seither gab es zwar Trainingseinheiten, aber keine Spielpraxis. „Alles war extrem zerfahren. Wir haben uns im Angriff zu viele technische Fehler geleistet, haben unvorbereitet aufs Tor geworfen und sind, auch deswegen, häufig am Trierer Schlussmann gescheitert“, sagte Trainer Lars Kraus.

Vielleicht habe sich seine Mannschaft auch ein wenig in trügerischer Sicherheit gewiegt, weil die Gäste lediglich mit acht Feldspielern angereist waren – während die HSG selbst zwölf Feldspieler im Kader hatte. „Trier hat allerdings aus seinen Möglichkeiten das Beste gemacht, während wir über weite Strecken hinter unseren Möglichkeiten geblieben sind“, so der Coach. Auch die Defensive habe nicht so gut und sicher gestanden wie noch vor der Coronapause. Hinzu kam, dass die HSG ihr Tempospiel, womit sie Simmern überrascht hatte, nicht so konzentriert durchgezogen hatte, wie es nötig gewesen wäre. „Auch da haben sich viel zu viele technische Fehler eingeschlichen“, monierte Kraus.

Und so nahm das Unglück mit zunehmender Spieldauer seinen Lauf. Die HSG verschlief die zweite Halbzeit nahezu komplett, der Rückstand wuchs kontinuierlich an – und am Ende standen 37 Gegentore. „Das sind natürlich viel zu viele, vor allem vor heimischem Publikum.“ Auch das Team sei am Ende enttäuscht gewesen. Jetzt gehe es allerdings darum, das Spiel schnell aus den Köpfen zu bekommen – um in der kommenden Woche gegen Wittlich erneut anzugreifen. Sina Ternis

Aufstellung HSG Obere Nahe: Rickes, Conrad – Fuchs (2/1), Bamberger (2), Schwarz (3), Fetzer, Rogoll (1), Wagner (1), Klünder (10/2), Bunn, Wegert (4), Wunder (1), Y. Zühlsdorf (2), Kiss.