Archivierter Artikel vom 01.05.2020, 18:58 Uhr
Bad Kreuznach

Zwölf Dan-Grade

Die Begeisterung für asiatische Kampfsportarten begleitete Wolfgang Klein sein ganzes Leben. Er beschränkte sich aber nicht nur aufs Einüben, er war auch ein Meister des Vermittelns. Vor wenigen Tagen verstarb der Pionier des Kampfsports im VfL Bad Kreuznach im Alter von 80 Jahren.

Lächelnd im Kampfanzug: So behalten seine Freunde Wolfgang Klein in Erinnerung.  Foto: Thomas Klein
Lächelnd im Kampfanzug: So behalten seine Freunde Wolfgang Klein in Erinnerung.
Foto: Thomas Klein

Schon 1955 begann Wolfgang Klein beim VfL mit Judotraining, ein Jahr später holte er sich den Rheinlandtitel, zudem bildete er als lizenzierter Trainer den Nachwuchs aus. Außerdem trainierte er Ju-Jutsu und war maßgeblich an der Entwicklung der Budoabteilung im VfL beteiligt. Dazu gehörte auch das Gründen einer Aikidogruppe und einer Iaido-Gruppe, die die Kunst des Schwertziehens vermittelt. In dieser Kategorie errang er genauso den fünften Dan wie im Tendo-Ryu-Aikido. Insgesamt erwarb Klein zwölf Dan-Grade in vier Budodisziplinen und gehörte damit zu den höchstdekorierten Meistern der asiatischen Kampfkunst in Europa. Seine weitere Liebe gehörte der Musik. Bis Ende der Siebzigerjahre arbeitete Klein als Profimusiker. olp