Archivierter Artikel vom 17.07.2016, 12:36 Uhr
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Nentershausen

Masaya allein in Deutschland – Fußball als Anker in einer fremden Welt

Es steht 1:0 für den Gegner, 73 Minuten sind gespielt. Masaya, erst vor wenigen Minuten eingewechselt, kommt in der gegnerischen Hälfte an den Ball. Er bringt ihn schnell unter Kontrolle, lässt einen Gegner aussteigen, nimmt Maß und zieht aus 30 Metern einfach ab. Der Ball zischt durch die Luft, senkt sich genau im richtigen Moment – ein Traumtor. Doch während seine Mitspieler zum Jubel herbeieilen, hat Masaya anderes im Sinn. „Nur 1:1, nur 1:1“, macht der Japaner seinen Kollegen in wenigen Worten deutlich, dass ihm der Ausgleichstreffer, so sehenswert er auch war, nicht reicht. Er will mehr. Er will den Sieg.

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