Archivierter Artikel vom 12.02.2021, 20:45 Uhr
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Altenberg

Lölling nach verpasstem WM-Gold im Skeleton: „Es war bitter und hat sich leer angefühlt“

Das Bild spricht Bände. Jacqueline Lölling kniet auf ihrem Schlitten, der Kopf bleibt gesenkt. Wie gerne hätte sie in diesem Moment die Arme nach oben gerissen, in die Kamera gestrahlt, vielleicht liebe Grüße an Familie und Fans ins heimische Brachbach geschickt. Grüße als Weltmeisterin. Stattdessen: nichts. Die 26-Jährige bleibt am Boden, auch die tröstenden Worte von David Lingmann aus dem Trainerstab, der die Pilotin in den Arm nimmt, verhallen in der Kälte von Altenberg. „Im ersten Moment war es sehr bitter, es hat sich ziemlich leer angefühlt“, sagt Lölling später. Bis sich die Freude über den zweiten Platz, über die Silbermedaille Bahn bricht, dauert es eine ganze Weile.

Von Marco Rosbach Lesezeit: 3 Minuten