Archivierter Artikel vom 14.12.2020, 16:34 Uhr
Plus
Idar-Oberstein

Heike Schwarm: „Man muss Kindern auch mal was zutrauen“ – Die Olympia-Vierte von 1984 in Los Angeles in der Interviewstaffel

An seine Cousine hat Stefan Bank den Staffelstab unserer „Interviewstaffel“ weitergereicht. Mit verwandtschaftlicher Kungelei hat das freilich nichts zu tun. „Sie hat es einfach verdient, finde ich“, sagt Bank und ergänzt: „Sie gehört einfach zu den besten und erfolgreichsten Sportlern überhaupt aus dem Kreis Birkenfeld.“ Da übertreibt Stefan Bank kein bisschen. Die Rede ist nämlich von Heike Schwarm, die neben Angela Golz, Joelle Franzmann und Bernd Cullmann eine von nur vier Sportlern aus dem Kreis Birkenfeld ist, die an Olympischen Spielen teilgenommen hat. 1984 gehörte die Turnerin wie Angela Golz (beide starteten für den SV Niederwörresbach) zur deutschen Olympiamannschaft. Im Teamwettbewerb landete Heike Schwarm auf Platz vier. Unmittelbar nach den olympischen Spielen beendete sie mit erst 16 Jahren ihre Karriere, in der sie mehrfach Deutsche Meisterin geworden war. Dem Turnen ist Heike Schwarm treu geblieben. Bei der KTV Nahetal-Niederwörresbach trainiert sie gemeinsam mit Simone Arenz aus Bad Sobernheim eine ganze Reihe von Talenten. Treu ist Heike Schwarm auch dem SV Niederwörresbach geblieben. Dort, in der alten Turnhalle – an das Leistungszentrum mit top Ausstattung war noch lange nicht zu denken, wurde sie von ihrer Tante gecoacht – der legendären Marianne Reimann. Im Interview erzählt Heike Schwarm von den Olympischen Spielen, den Schwierigkeiten in der Schule aufgrund extrem häufiger Fehltage, ihrer Trainertätigkeit und natürlich von ihrer im Jahr 1994 verstorbenen Tante.

Von Sascha Nicolay Lesezeit: 12 Minuten
+ 10 weitere Artikel zum Thema