Grenzau

Die Straßen sind leer, das ist wie im Film: So erlebt der Grenzau-Profi Mihai Bobocica das Leben in Italien

Es ist der 23. Februar, als die „Bobo, Bobo“-Rufe zum letzten Mal durch die Zugbrückenhalle schallen. Mihai Bobocica, kurz Bobo, ist beliebt bei den Fans des TTC Grenzau. Wenn er spielt, stehen sie hinter ihm. In der jungen Mannschaft des Tischtennis-Bundesligisten übernimmt der 33-Jährige im zweiten Jahr nicht nur an der Platte eine wichtige Rolle. Er ist so etwas wie die Vaterfigur für seine jungen Mitspieler, coacht sie in Spielpausen an der Seite von Trainer Chris Pfeiffer. Der Italiener ist anerkannt – auf allen Ebenen. Dass es ihn nach dieser Saison zurück in die Heimat zieht, hat sich schon länger angedeutet. Bobocica ist verheiratet, hat ein kleines Kind. Da passen die permanenten Reisen auch in den Westerwald nicht mehr ins die Lebensplanung. Doch zum Abschied von den Fans im Brexbachtal kommt es nicht. Das Coronavirus hat Italien schon fest im Griff, als die Grenzauer am 8. März den ASV Grünwettersbach zum letzten Heimspiel der Saison erwarten. Während in Deutschland die Ausmaße der Krise noch nicht erkannt werden, sitzt der TTC-Spieler längst fest in seinem Land.

Marco Rosbach Lesezeit: 3 Minuten
Jetzt weiterlesen

Sie sind bereits Abonnent der Zeitung und haben noch keine Zugangsdaten? Hier kostenlos registrieren

 

Alle Angebote im Überblick.

Fragen? Wir helfen gerne weiter:
Telefonisch unter 0261/9836-2000 oder per E-Mail an: aboservice@rhein-zeitung.net