Europa League
Hoffenheims Coach: Spielplan der UEFA ist «ein Wahnsinn»
1899 Hoffenheim - Olympique Lyon
Durfte sich über das 3:0 der TSG Hoffenheim gegen Olympique Lyon freuen.
Uwe Anspach. DPA

Den Begriff Kadermanagement nimmt Hoffenheims Trainer Christian Ilzer immer wieder in den Mund. Was dahintersteckt und warum der Österreicher herbe Kritik äußert.

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Sinsheim (dpa) – Hoffenheims Trainer Christian Ilzer hat sich bitterlich über die Vielfachbelastung der Fußballprofis beklagt. «Der Spielplan der UEFA ist ein Wahnsinn», sagte der Österreicher nach dem 3:0-Sieg der TSG gegen Olympique Lyon in der Europa League. Mit Blick auf verletzte Spieler von Paris Saint-Germain und des FC Bayern in der Champions League sagte er in Richtung der Europäischen Fußball-Union: «Vielleicht machen sie über das auch mal eine Statistik.».

Die Clubtrainer würden versuchen, im Alltag nachzusteuern, aber das sei nahezu unmöglich. Gleichzeitig würden sie sofort infrage gestellt, «wenn du irgendwo einen Spitzenspieler raus rotierst», sagte Ilzer.

Ilzer: «Man braucht keine künstliche Nations League»

«Der Schwerpunkt der Nationalmannschaften soll die Europameisterschaft und die Weltmeisterschaft sein. Das sind die großen Highlights der Spieler, das sind die großen Highlights aller Nationalverbände. Auf das soll man hinarbeiten, dafür muss man sich qualifizieren. Man braucht keine künstliche Nations League», sagte der 49-Jährige. «Meiner Meinung nach ist eine Nations League einfach zu viel für das, was der Spielplan verträgt.» Der Terminkalender der UEFA müsse noch einmal wirklich sehr ernsthaft hinterfragt werden, forderte Ilzer.

Die Hoffenheimer feierten gegen den Spitzenreiter von Frankreichs Ligue 1 ihren ersten Saisonsieg in der Europa League. Dabei ragte Andrej Kramaric heraus: Der 35 Jahre alte Kroate erzielte mit seinem ersten Saisontor die Führung (45.+4 Minute) und bereitete die Treffer durch Adam Daghim (49.) und Adam Hlozek (83.) vor.

© dpa-infocom, dpa:261023-930-880483/1

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