Archivierter Artikel vom 08.05.2016, 20:01 Uhr
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Mülheim-Kärlich

Nach Platzverweis ist Mülheim von der Rolle

Der Konjunktiv zählt im Fußball nicht, aber nach dem Rheinlandligaspiel zwischen der SG 2000 Mülheim-Kärlich und der SG Betzdorf am Freitagabend stellte sich schon die Frage, was denn nun gewesen wäre, wenn es diese Aktion aus der 15. Minute nicht gegeben hätte. Als Betzdorfs Stürmer Mike Brado in bester Einschussposition von Mülheims Schlussmann Jost Henning Becker gefoult wurde. Die Konsequenz: Rote Karte gegen Becker und Strafstoß für die Gäste von der Sieg. SG 2000-Trainer Patrick Wagner-Galda hatte nach dem Abpfiff eine eindeutige Antwort auf diese Frage parat: „Mit elf Spielern hätten wir klar gewonnen.“ In kompletter Mannschaftsstärke standen die Gastgeber aber eben nur eine Viertelstunde lang auf dem Platz, ab der 59. Minute nach der Ampelkarte gegen Daniel Aretz sogar nur noch zu neunt, und so gab es anstatt des Sieges eine 0:4 (0:2)-Niederlage. Ein Ergebnis, das Betzdorf im Tabellenkeller weiter hoffen lässt und den Meisterschaftsgewinn von Rot-Weiß Koblenz perfekt machte. Betzdorfs Trainer Marco Weller teilte die Meinung seines Kollegen nicht. „Wir haben Mülheim-Kärlich nicht zur Entfaltung kommen lassen. Gefährlich waren nur die zwei, drei langen Bälle, bei denen wir aber gesehen haben, welche fußballerische Klasse der Gegner besitzt. Der frühe Platzverweis und der Elfmeter haben uns natürlich in die Karten gespielt. Aber solche Aktionen muss man sich auch erarbeiten. Die fallen einem nicht einfach so zu.“

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