Archivierter Artikel vom 30.08.2019, 15:26 Uhr
Andernach

Keine Punkte, letzter Platz: In Andernach bricht keine Panik aus

Lokalderby mit Krisencharakter? Sowohl bei der SG 99 Andernach als auch bei der SG 2000 Mülheim-Kärlich läuft der Fußball noch nicht rund. Die Bäckerjungen verabschiedeten sich nach vier Niederlagen in der Rheinlandliga mit einem 0:2 gegen Bezirksligist SV Vesalia Oberwesel aus dem Pokalwettbewerb. Die SG 2000 und Trainer Michel Maur trennten sich etwas überraschend zu Wochenbeginn nach vier Punkten aus vier Spielen. Am Sonntag (15.30 Uhr) kommt es in Andernach zum Aufeinandertreffen der beiden kriselnden Mannschaften.

Trotz des verkorksten Saisonauftakts bewahrt Andernachs Trainer Franz Kowalski vor dem Spiel gegen Mülheim die Ruhe. Foto: Andreas Walz
Trotz des verkorksten Saisonauftakts bewahrt Andernachs Trainer Franz Kowalski vor dem Spiel gegen Mülheim die Ruhe.
Foto: Andreas Walz

Nach dem bitteren Pokalaus tut die SG 99 als einziges punktloses Rheinlandligateam gut daran, sich ganz auf die Liga zu konzentrieren. Trainer Franz Kowalski versucht, aufkommende Unruhe zu unterbinden: „Wir werden hier weder panisch noch unruhig, sondern gehen unseren Weg unbeirrt weiter. Es ist viel Geld in der Liga unterwegs, aber wir können und wollen keine verrückten Sachen machen. Man kann nur mit den Mädchen tanzen, die im Saal sind. Uns fehlt derzeit gar nicht so viel, wir wollen weiter konzentriert daran arbeiten, uns zu verbessern“, erklärt der Trainer.

In Mülheim-Kärlich hat nach der Trennung von Maur Torhüter und Kapitän Michael Wall als Interimstrainer die Verantwortung übernommen. Im Pokal setzten sich die Mülheimer bei A Ligist SG Kempenich/Spessart/Rieden/Volkesfeld mit 3:0 durch.

„Grundsätzlich ist es uns egal, was beim Gegner passiert“, kommentiert Kowalski. „Wir tun gut daran, nur auf uns zu schauen. Wir müssen unsere bestmögliche Leistung bringen, dann ist alles drin.“

Stürmer Hakan Külahcioglu wurde im Pokal geschont und steht nun wieder zu Verfügung, wie auch der Rest des Kaders mit Ausnahme der beiden Langzeitverletzten Hendrik Köhler und Daniel Neunheuser. Lutz Klattenberg