Archivierter Artikel vom 19.05.2016, 16:44 Uhr
Simmern/Cochem

Morshausens letzte Fahrt führt in die Eifel

Vor dem letzten und 26. Spieltag der Fußball-Kreisliga B Nord sind alle wichtigen Entscheidungen bereits gefallen. Es geht nur noch um die Platzierungen im Mittelfeld und die Frage, ob Eifelhöhe zum dritten Mal in Folge die Saison auf dem undankbaren dritten Rang abschließt.

Ein letztes Mal strecken in der B-Klasse: Für Morshausens Tim Rohbeck (in Blau) geht es zur SG Eifelhöhe, danach ist ab Sommer A-Klasse angesagt. Bell II um Marc Etges hat Ellenz-Poltersdorf zu Gast.  Foto: hjs-Foto
Ein letztes Mal strecken in der B-Klasse: Für Morshausens Tim Rohbeck (in Blau) geht es zur SG Eifelhöhe, danach ist ab Sommer A-Klasse angesagt. Bell II um Marc Etges hat Ellenz-Poltersdorf zu Gast.
Foto: hjs-Foto

SG Nörtershausen-Udenhausen/Oppenhausen/Buchholz – SG Vordereifel III. Nach dem Vordereifel in der Winterpause die zweite Garnitur abmeldete, entwickelte sich die neue SG-Reserve zu einer echten Spitzenmannschaft außer Konkurrenz. Sieben Siege in Folge sprechen Bände. Vordereifels Spielertrainer Florian Hartmann – er geht kommende Saison nach Ellenz-Poltersdorf – will die positive Rückrunde auch positiv abschließen: „Dafür fahren wir nach Nörtershausen. Das letzte Spiel ist immer etwas Besonderes und jeder will sich mit einer guten Leistung aus der Runde verabschieden.“ Nörtershausens Trainer Toni Kuhn hatte nach dem verpassten Aufstieg noch ein Ziel: Die 100-Tore-Marke. Die fehlenden drei Treffer scheinen für die beste Offensive der Liga durchaus möglich zu sein.

TuS Treis-Karden – SG Werlau/ Holzfeld. Der TuS ist mit nur neun Zählern die schlechteste Rückrundenmannschaft, hat aber dank der starken Hinrunde nichts mit dem Abstieg zu tun. Bevor es für Treis in die Spielgemeinschaft mit Müden/Moselkern geht, will Trainer Kai Thönnes den Eindruck im letzten Heimspiel dennoch korrigieren: „Dann ist es ein schöner Abschluss, auch wenn die Rückrunde natürlich nicht ganz so gut war.“ Werlau verbrachte lange Zeit im Keller, konnte sich aber immer wieder auf die Heimstärke verlassen und schaffte so mit Trainer Ezequiel dos Reis Claudio am Ende souverän den Klassenverbleib.

SG Eifelhöhe Büchel/Faid/Weiler-Gevenich/Beuren – SG Morshausen/Beulich/Gondershausen. Die Gäste werden mit dem Bus nach Gevenich anreisen, da nach dem Spiel die offizielle Meisterfeier vonstatten geht. „Wir haben eine starke Saison zu feiern. Gegen Eifelhöhe wird es noch mal ein schönes Fußballspiel, da beide Mannschaften spielerisch einfach gut sind“, freut sich Morshausens Spielertrainer Jan Hammes. Auf Seiten der Hausherren ist der Blick eher schon eine Woche weiter aufs Pokalfinale gegen Leiningen gerichtet: „Darauf liegt sicherlich der Fokus. Dennoch wollen wir die 90 Minuten gegen den Meister nutzen, um uns gut vorzubereiten“, sagt Eifelhöhes Kapitän Fabian Jahnen.

SG Lutzerath – SG Hambuch/ Kaifenheim/Brohl. In Lutzerath treffen sich zwei Mannschaften mit scheidenden Trainern. In Hambuch hört Reiner Mohr auf, in Lutzerath das Trainer-Duo Wolfgang Breitscheidel und Ralph Sartoris, nachdem es mit Lutzerath aufgestiegen und die Mannschaft in der B-Klasse etabliert hat. „Ein Sieg könnte Platz sechs bedeuten. Ich hoffe, dass uns die Mannschaft einen Sieg zum Abschied beschert“, sagt Sartoris vor den letzten 90 Minuten. Mohr klingt ähnlich, auch wenn der Kader, wie seit dem feststehenden Klassenerhalt häufiger, dünn besetzt ist: „Es soll ein gutes Spiel von uns werden, wir wollen uns positiv in die Sommerpause verabschieden.“

SG Bell/Buch/Mörsdorf/Mastershausen II – SSV Ellenz-Poltersdorf. Es ist das Duell Fünfter gegen Sechster. Dennoch ist es für Bell II keine Partie um die goldene Ananas, nach zuletzt teils deftigen Pleiten soll noch mal ein anderer Wind bei der Mannschaft von Daniel Effgen wehen. „Ich möchte das direkte Duell gewinnen, auch wenn uns der Platz nicht mehr zu nehmen ist. Ich hoffe, die Spieler werden sich motivieren.“ Ellenz sprang während der Rückrunde von zehn auf sechs. Mit dem neuen Trainer-Team um Daniel Vanzetta, Dominik und Florian Hartmann und einigen Neuen will sich der SSV neu aufstellen, und die positive Entwicklung auch in der nächsten Spielzeit fortsetzen.

SG Düngenheim/Urmersbach – SV Masburg. Im Derby der ehemaligen SG-Partner könnte es noch mal heiß hergehen. Im Plan von Masburgs Spielertrainer Leo Merling, der die Relegation zur A-Klasse natürlich schon im Blick hat, kommt das allerdings nicht vor: „Es ist zwar ein Derby, aber für mich geht es in diesem Spiel nur darum, dass sich niemand verletzt oder eine Rote Karte bekommt.“ In Düngenheim will Trainer Fatine Bouchaib Gerüchte um eine Spielgemeinschaft mit den Sportfreunden Monreal aus dem Fußballkreis Rhein/Ahr nicht dementieren: „Es werden jedes Jahr Anfragen von anderen Vereinen gestellt. Der Vorstand hat aber noch nichts darüber verlauten lassen.“

SG Vorderhunsrück – SG Auderath/Alflen. Auderath ist bereits abgestiegen, sie müssen nächste Saison eine Etage tiefer einen neuen Anlauf wagen. Die heimische SG dagegen könnte dagegen mit einem Sieg noch auf einen Platz in der oberen Tabellenhälfte springen. Für Spielertrainer Thomas Reiz, für den es das letzte Spiel zugleich als Trainer und aktiver Spieler sein wird, wäre es nur dann ein schöner Abschluss: „Drei Punkte wären für mich auf jeden Fall eine super Sache, und wir könnten den Abschluss schöner gestalten. Auderath wird uns aber nichts herschenken. Wir brauchen Leidenschaft und Kampfgeist.“ ba