Winterspiele
«Free Palestine»-Ruf in Olympia-Shop: Folgen für Mitarbeiter
Olympische Winterspiele 2026
Olympische Winterspiele 2026
Michael Kappeler. DPA

Ein Video aus einem Fanartikel-Shop sorgt für Wirbel: Ein Mitarbeiter ruft einem von einer israelischen Flagge umhüllten Fan mehrfach «Free Palestine» zu. Die Organisatoren ziehen Konsequenzen.

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Mailand (dpa) – Die «Free Palestine»-Rufe gegen israelische Fans haben für den Mitarbeiter eines Olympia-Shops an der Eisbahn in Cortina d'Ampezzo Konsequenzen. Ein Sprecher der Organisatoren der Winterspiele teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit, der Vorfall sei sofort behandelt und die betroffene Person von ihrem Dienst abgezogen worden. Offen blieb, ob diese Maßnahme dauerhaft oder temporär gilt.

«Milano Cortina 2026 hat festgestellt, dass ein eindeutiger Verstoß gegen den Verhaltenskodex für Mitarbeitende und Auftragnehmer vorlag. Dieser schreibt ausdrücklich vor, dass während des Dienstes das Äußern politischer Meinungen nicht erlaubt ist, um die strikte Neutralität der Spiele zu wahren», heißt es in der Erklärung.

Luca Casassa, Sprecher des lokalen Organisationskomitees, sagte zuvor bei einer Pressekonferenz, dass der Vorfall sich am vergangenen Donnerstag ereignet habe und der betroffene Mitarbeiter für einen Subunternehmer gearbeitet habe – nicht direkt für Mailand-Cortina 2026.

Wiederholte «Free Palestine»-Rufe

Vor wenigen Tagen war ein Video in sozialen Medien aufgetaucht, das den Vorfall in einem Olympia-Shop zeigte, in dem Fanartikel zu den Olympischen Spielen gekauft werden können. Dabei war zu hören, wie der Mitarbeiter an einer Kasse in Richtung mindestens eines israelischen Fans, der sich in eine Landesflagge gehüllt hatte, wiederholt den propalästinensischen Slogan «Free Palestine» ruft.

IOC-Sprecher Mark Adams sagte auf die Frage, ob es in dem Zusammenhang Überlegungen gab, die Sicherheitsmaßnahmen zu erhöhen: «Wir kommentieren Sicherheitsfragen grundsätzlich nicht, aus offensichtlichen Gründen.» Er könne aber Menschen jeder Religion und jedes Landes versichern, dass sie hier sehr willkommen seien.

© dpa-infocom, dpa:260216-930-696093/1

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